Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 2 (1.2.1914)
- Date
- 1914-02-01
- Page
- Seite 57 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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57 Vortrüge uutu geschäftlichen Sitzungen waren im Durchschnitt von 5oj~.V>' Personen besucht. Am 16. Fcbrurr sprach der Perbandsvorsitzende, Herr Rechtsanwalt I)r. Apfel aus Bcrlir, vor 225 Anwesenden über Jugend juttl) Judentum. Am Nachmittag dcsscll en Tages fand unter seinem Vorsitz leine Bezirksversammlung, statt, an der die Vertreter der badischen und ojberclsässischen Vereine sowie Interessenten ans Gemeinden dieser Bezirke,! die noch keinen Iugendvercin besitzen, tcilnahmen. — Am 22. Februar hielten wir im Iügerhäusle unser Sommerfest ab, das von 220 Personen besucht war. — Am 20. November veranstalteten ivir in der Harmonie ein Winterfest^ an dem über 800 Personen teilnahme i. Wir können daher mit Freuden scsistcllen, daß das Interesse an unseren Veranstaltungen bei unseren- Milgliedern, aber auch bei den uns noch Fernstehenden forttvährend wächsß — Unsere Finanzen befinden sich in guter Ordnung, vor allem infolge! der Unterstützung, die wir der jüdischen Gemeinde Frciburg und der Breisgaü- Loge U. O. G. B. verdanken. — 3'Jit dem Verbände der jüdischen Iugpndvereine stehen wir dauernd in gute: Verbindung. An der Delcgiertentagung. die Psingslen , in Frankfurt a. Nt. stattsand, tiahmen 4 Vorstandsfnitglieder teil. — 'Zcm Siidwestdeutjchcu Bezirksvcrband gehört der Iugvndbund als Mitglied an. — Die Beziehungen zu den hiesigen jüdischen Organik . sationen sind außerordentlich gu. . Wir verdanken ihnen mannigfache Unterstützung und Förderung. Auch die Stznagogenräte der umliegenden Gemeinden haben uns jeweils gei ne bcigcstandcn. — Zu unserer Freude konnten wir im November die Gründung eines Iugendbundcs in Kippenhcim unterstützen, der uns in seinem Vorstand einen Sitz eingeräumk ^hat^ Wir hoffen auf ein lebhaftes, gedeihliches Zusammenarbeiten. — Die Generalversammlung vom 1-4. Dezcmbgr beschloß Satziungsänderung dahin,' daß der Vorstand durch einen 3. Vors tzendcn erweitert werde und daß neben den Vorstand ein Beirat aus 3—5 ordentlichen oder außerordentlichen Mitgliedern mit beratender Stimme torten soll.! I Düsseldorf. Jüdischer Ingcndvercin (W.c d c l l-V e r er n>. Anfang Oktober hat der Verein seine regelmäßige Wintcrtätigkcit ausgenommen. Es fanden wöchentlich Porträte mit anschließt nder Diskussion statt, fl. a.j sprachen: Josef Cohen, hier: ,:Dcr Monismus", Rabbiner vr. Eschelbacher, hier:. „Rabbi Akiba", Frau Rabbiner 7>i-. Eschelbacher, hier: „Meine Eindrücke von Hamburg und dem VL'bandstagc der deutschen Juden", Rechtsanwalt Lewinsohn, hier: „Nutzen > nd Schaden de: Aufklärung", Frl. Dinä Metzer, hier: „Chanukka", I>r. moil. Rath, hier: „Immunität, Immunisierung und Heilung", Alfred Schmif, Cöln: Rczita jonsabend. Ferner fand ein Diskussionsc bcnd über „D e weibliche Berufsarbeit/ ihre Ursachen und Wirkungen" mit cinein einleite iden Referate des Rechtsanwalts Dr. Orzcgow statt.! ' Tie in diesem Sommer begonnenen Lehrkursv über „Nachbibliscke.Geschichte" und „Die Grundzüge des deutschen und! > preußischen Vcrfassungsrechts" sollen in der zweiten Wintcrbälfte wieder! ausgenommen werden. Die neu gegründete Wandergruppe hat bei guter Beteiligung bereits zahlreiche Wanderungen in die reizvolle llmgcgcüd Düsseldorfs, welchci'die Schönheiten der nicderrhcinischcn Tiefebene mit!dcncn des Mittelgebirges vereinigt, ausgeführt. Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist die Wandergruppe nicht nur durch die Förderutig der Gesundheit und körperlichen. Tücb; tigkeit der Mitglieder für den Verein von größtem Werte, sondern auch/ dadurch, daß sie dem Vereine wanderlustige juisge Leute zuführt, welche dem Iudcntume und dem Vereine bisher fern gestanden haben. 1 Zur Pflege der Geselligkeit anden mehrcrh Heimabend« mit muss-, kalischcn und deklamatorischen Vorfrägcn und Täüz soivic ein größeres Fest statt. i