Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 12 (1.12.1913)
- Date
- 1913-12-01
- Page
- Seite 400 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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—>400 — önmit ein jeder von ihnen später in der Lage ist, sich selbst eine Meinung über die einzelnen zu bilden. Vorträge aber auch in jeden einzelnen der positive» Wissen gelegt 'werden, damit er in der Welt, in den allgemeinen .Kämpfen gleichzeitig soll durch diese Grundstock für ein festes, auch imstande ist, draußen und in den Kämpfen, die er als einzelner auszufechten hat, seinen Mann zu stellen. Dazu ge hört aber vor allen Dingen eine genaue seiner Schriften und seiner Ethik, Es gerügt heute nicht mehr, daß man nur eine oberflächliche xienntnis der sag legt. der Gegner verlangt heute Verreise, Beweise, die sich auf Kenntnis des Judentums, iuzelueu Tatsachen an den Haben wir es doch erlebt, die Verteidigung unseres eine genaue Dachkenntnis stützen müssen, das; christliche Gelehrte und Professoren Judentums, unserer Lehre übernehmen müssen, weil wir aus Unkenntnis der einfachsten Dinge dazu nicht mehr in der Lage sind. Daher betrachten wir es als unsere vori ehmste Aufgabe, an diesen Sabbatabenden. in dielen Feierstunden, i nt'ere Mitglieder, zu denen wir hier wie ein Freund zum anderen, ein Bruder zum anderen sprechen können, einzuweihen in die Geheimnisse der jüdischen Lehre. Wir wollen ihnen an Hand von Belegen aus der Thora, den sonstigen Werken der heiligen Schrift und ans Veit Talmud ein festes Wissen geben, und ihnen gleichzeitig an Hand von Vorträgen über die jüdische Neligiousphilolopbie und Ethik auch einen Einblick in diese überaus wichtigen Gebiete verschaffen. Wir konnten zu unserer Freude oft genug feslstl/llen, daß derartige Themen, mit genauer Kenntnis einerseits und einer genügenden Begeisterung andererseits vorgetragen, niemals ihren Eindruck auf die zahlreübe Zuhörerschaft verfehlten/ Nachdem die Vorträge vorüber sind, g chen wir zunächst zu leiblichen Genüssen über, und lassen uns bei gemü licher Unterhaltung unseren dampfenden Tee'und das Gebäck herzlich nunden. Nach der Teepause stimmen wir einen Psalm (in Hebräisch!) an, das bekannte „Scliir lianuuihuiss", das von allen mit großer Freude gesungen wird und dessen Inhalt kurz folgender große Psalmist, schildert uns die Rückkelzr Volkes nach Zio» und gibt feinem Gc ttvertrauen und seiner Zuversicht in den Worten Ausdruck: „Tie mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten" (Psalm 1:26). Nach diesem allgemeinen Lobgesang gebt es hinüber in den zweiten Teil. )er zunächst eine Aussprache über das Neferal bringt. Besonders fir die jüngeren Mitglieder ist Vieler Teil von großer Bedeutung, bietet er ihnen doch die Gelegenheit, sich im engeren Kreis an ein freie? Mieden zu gewöhnen, damit sie sich später auch an den größeren Tiskussionsabenden frei und ungezwungen' aussprechen können. Komm, n bei dieser Aussprache auch bisweilen verschiedene Auffassungen übet dieses oder jenes zum Ausdruck, der Grundgedanke aller ist doch stets der gleiche: Belehrung der Jugend, Stärkung und Festigung des jüdisckwn Selbstist: Der König David, der der Gefangenen des jüdischen