Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 4 (1913)
- Issue
- 6/8 (1.6.1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 186 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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— lp scheiden will zwisä»en der „Mitarbeit" kn zionistischen Ingendgruppen und der „Vzitglicöjchaft" bei uns. Bei den Zionisten soll man in i t - arbeiten, bet uns soll inan nur „Angclpol.itik" betreiben, ohne selbst initztiarbeiten: inan solle bei uns „Adressen kennen lernen", die sonst nicht ztigäuglich seien: die zionistische Organisation müsse „ihren sollst diitt haben" usw. lind Herr Rojenblüth sagte, das; inan gebosst habe, in den Iugendvereinen in Wabrbeil zionistiictie Lrganiiationeu zu schassen, das; aber dieie Absicht völlig seblgeichlagen sei. das; viel zionistische Arbeit uuglos vergeudet sei und dag deshalb sorian die Mitarbeit der Zionisten in den neutrale» Bereuten antbören tniisse, zumal — so dekretiert Herr Roienblütb — in lutierem Verbaiide „nichts Ziidi'ches geleistet werde"' Wir wären am kettde angelangt, l wenn wir iiiis eine derartige »lleiolntion gefallen ließen. Hatte die zionistisclze Teleg.ertenversammlnNg Stellung gegen nns genoininen, wir hätten getagt: Wiit, es besteben grnnd'ätzliche Meinungsverschiedenheiten, >vir müssen diese Stellung respektieren, Aber wir pfeifen ans Mitglieder, die nnr mit der Absicht der Herren Blumenseld und Roienblüth zu uns kommen. Mögen die Mitglieder, die nnr aus parteipolitischen Gründen bei nns sind, Hnt, Mantel nnd 3tort nebinen und möglichst schnell jt'en'mtten. derartige Mitglieder verbittest ivir uns aus das allerenergischste. (3tiirmifdicr Beifall.» Meine Zreunöe! Ich setze eine Prämie fiir den ans,, der mir .innerhalb der letzten zwei Jahre mit der rühmenswerten Ausnahme des frankfurter israelitischen faniilienblattes des Herrn Geist, das uns stets.Äachlich — auch bei Tppositionsstellnng gegen uns — gewürdigt hat. irgend eine Aeusternng der zionistischen Presse bringen kann, die überhaupt von unserer sachlichen Arbeit spricht, irgend eine Aeußerpng über, die Landgemeindearbeit, darüber, daß wir ansangen, die größte hebräische Tprachorganisation zu bilden, das; ivir eine der größten Turn- und Wandererorganisationen Teutschlands haben, daß wir Bedeutsames für die Belebung des religiösen Gefühls getan haben, irgendeine Aeusternng, die ein Verständnis dafür hat, das; her Zionismus uns auf den Zinsen dafür danken inüstkc. daß wir unsere Jugend, die nicht zionistisch ist, verhindert haben, auf ihn loszustürzcn und den Zionismus lediglich vom einseitigen Parteistandpunkt aus zu betrachten. Tie zionistische Presse und speziell das offizielle deutsche Trgan der Zionisten gestattet jedem jungen, grünen Menschen, Kübel voll Unsinn über uns auszugicsten: jedem jungen Zionisten, der keine Ahnung von linieren praktischen Arbeiteit hat, öffnet die „Jüdische Rundschau" ihre spalten, und gestattet Aeusternngen über uns. auf die zu reagieren wir unter unserer Würde' gehalten haben. Und ich möchte zehn gegen eins velten, das; auch die nächste Nummer der „Jüdischen Rundschau" unsere ^Resolutionen, den Ausdruck unserer sachlichen Arbeit, nicht im Wortlaut wiedergeben »vird. Viel wichtiger sind natürlich Berichte über kleine Vereinsfeste nnd Lrgien der Vereinsmeierei. Was an Berichten über unsere Veranstaltungen geleistet worden, ist. übersteigt überhaupt die Begriffe des Anstandes: es wird alles in einer unglaublichen Ver- -errung geboten. Mag es für mich persönlich die Konsequenzen haben, die es will, ich sage, ich habe für so etwas nnr Verachtung. (Lebhafter -Beifall.'» »