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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1913-01-01 · 1 (1.1.1913) · p. Seite 29

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
4 (1913)
Issue
1 (1.1.1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 29 (sequence 30)
Language
German
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29 Tr. Cohen-Marburg über Spinozas Verhältnis zum Judentum" ragsabgeordneter. Dr. Cohn-Tessau über „Ter fBfciat und die Juden" Rechtsanwalt Tr. Holländer-Berlin s^er,-„Lebensfragen der deutsche Herr Land- und Herr deutschen' Juden". Göttingen. Am 3. November verairstaltiibe unser Göttinger Brüderver^in, die wissenschaftlich-gesellige Bereinigung jüd. junger Leute, eine Propagandaversammlung, die um derentwillen besonders ^lüfmerksamkeit verdient, als sie sich nicht lediglich an die Mitglieder der Götinger Gemeinde,-sondern in der Hauptsache an die jüdischen Landbewohner der näheren und weiteren Umgebung ivandte. Tic Versammlung war aut Tonnt« g nachmittag 4 b- Uhr einberüfen. Außer säst sämtlichen Mitgliedern rer Gört nger Gemeinde waren zahlreiche Glaubensgenossen aus folgendeir Ortschaften Erschienen: Transfeld, Northeim, Hann.-Münden, Moringen, Tuderstavr, Hei igenftadt, Kulda, Bremke, Nord- Ixuifen, Tondershausen, Cassels Eschtvcge, Bocken. Viele der'Anwesenden hatten weite, umständliche Reiserl nicht gescheut, Ti: Versammlung fand in einem der größten Täle Göttingens, statt und war ülerfüllt. Ter Propagandavorrrag wurde von dem Verbgndsvorsiyenhen, Herrn Rechtsanwalt Tr. Apfel, gehalten, das Schlußwort sprach die Geschäftsführernl des,. Verbandes, Jräulcin Corä Berliner. Aus der Diskussion seien neben dg l Ausführungen des Herrn Lehrers Stah, Borken i. W. (des Leiters des dqrtigen, Jügendvercins), insbesondere di« bedeutsamen Ausführungen des Heärn Rabt iner Dr. Behrens, Göttingen, hervorgehoben. Tiefer hob eiitdrucksvhll hci^or. welche ^Verdienste sich die jüdische Jugendbewegung dadurch geschaffen bähe, rqß sie zum ersten Male in einer großen jüdischen Organisation die freie Meinu^ngsaussprache auch über politisch« und religiöse Tinge eingefübri habe, hierzu eil ein geradezu dringendes Bedürfnis vorhanden gewesen. ' , ’ ■ Ganz besondere Anerkennung verdient )ic mustergültige Vorbereitung der Versammlung durch den Vorstand des Got iüger Vereins und speziell durch Herrn ccrixl. olujni. Hugo Löwe»stein, den Vorsitzenden des Göttinger Vereins. Wochenlang waren die Göttinger pnd auswärtigen Gemcindcmftglieder auf die Versammlung durch Übersendung d^r „Mitteilungen" und gwigneter sflugblätier vorbereitet worden. Jedem «iuswättigen VersammlungSbesucher lvaren die besten Zugverbindungen mitgetcilr. so taß lisch alledem die enorme Beteiligung nicht verwunderlich erscheint. Tev Eindruck der Verso mmlnng lvurde noch dadurch erhöbt, daß zahlreiche Vertreter der mitteldeutschen Verbcmdsvereinc, die sich zu der am gleichen Abend ftbgeballenen BczirkÄonferenz (siebe oben i cingcfuNden baften, an derselben teilnäbmcn. — Ter Göttinger Verein gewannn über 4».neue Mitglieder^ Kumeisi an«- den kleinen Gemeinden. Der Verein wird in Zukunft mit der jichisck'en Jugend in den SUciugcmcinden besonders Jüblung halten.' Ncuqründüngcn: Hann.,Munden (geg j -zirksverband). | Rolenbrrrg-Bclbra-Slii chhcim (gegründet diirch den mittel- - deutschen Bezir sverband). . Harburg a. Elbe (gegründet durck den Jüdischen Jugcnd- . verein Hamburz).; I ■ J Münster i. W. lge;rüjrdet durch den rheinisch-westfälischen Bezirksvetchai^d). -- . Bleicberode (angeg icdtrt an den Jugendverciu Nordhausen). ‘ j Dr. A. ünhet durch den mitteldeutschen Be-

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