Pult und Bühne
- Journal
- Pult und Bühne
- Volume
- 1938
- Article
- Hans Zander: Hinter den Kulissen des Jüdischen Kulturbundes Berlin
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 1)
- Language
- German
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HANS ZANDER: Hinter den Kulissen des Jüdischen Kulturbundes Berlin Kulissen 1 Damit sind hier nicht nur die Dekorationsstücke der Bühne gemeint, sondern darüber hinaus alles das innerhalb des Kulturbund-Betriebes, was seinem Publikum unsichtbar bleibt; und, um es gleich zu verraten: das, was es sieht, ist nur ein Bruchteil von dem, was tatsächlich den umfangreichen Apparat des Kulturbundes ausmacht. Glückliches Publikum! Du sitzst vor dem Vorhang in gespannter Erwartung eines genußreichen Abends, du hast bezahlt, und es ist dein gutes Recht, das zu verlangen, was man dir zu! geben versprochen. Was braucht es dich zu kümmern, unter welchen Schwierigkeiten und unglaublichen Mühen eine solche Vorstellung zustande kommt. Reizt es dich nicht einmal, einen Blick hinter die Kulissen zu tun? Ich glaube wohl; und es ist vielleicht lohnend, dich Kulturbundpublikum etwas vertraut zu machen mit den Dingen unseres umfangreichen Betriebes, von dem du im Rahmen einer Vorstellung dir wirklich keine Vorstellung machen kannst. Da ist vor allen Dingen der künstlerische Apparat mit dem Intendanten an der Spitze, umgeben von einem Stabe künstlerischer Persönlichkeiten, wie Regisseuren, Kapellmeistern, Dramaturg, Chordirektor, Korrepititoren, Ausstatter, und dem technischen Leiter; dazu ein künstlerisches Büro, das die Aufgabe hat, den Vorstellungs- und Probenbetrieb organisatorisch zu regeln. Andererseits erfordert nun dieser durch Schauspiel, Oper, Konzert- und Vortragswesen große künstlerische Apparat eine dementsprechend ausgedehnte Verwaltung, die sich auch aus den verschiedensten Abteilungen zusammensetzt. Da ist zunächst das M i t - gliedcrbüro. Doch über dieses zu sprechen, erübrigt sich wohl, denn du, Publikum, kennst es genau und weißt, daß es die Aufgabe hat, unsere jetzt etwa 18 00Ü Mitglieder zu betreuen, du kennst auch seine Sorgen, denn das sind ja 48