Pult und Bühne
- Journal
- Pult und Bühne
- Volume
- 1938
- Article
- Werner Levie: Der Reichsverband stellt sich vor
- Date
- 1938-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Konzert- und Vortragsbesucher organisiert. Die jüdischen Kulturbünde in Deutschland stellen so durch ihre Dachorganisation die größte jüdische Publikationsorganisation der Welt dar. Es gibt Länder, in denen fünf- bis zehnmal soviel Juden leben wie im Deutschen Reiche. Nirgends aber gibt es eine so durchorganisierte Publikumsvereinigung für künstlerische Zwecke wie sie der Reichsverband darstellt." - „Eigentlich ist das doch ein sehr buntes Gemisch von Aufgaben, das da betreut wird. Wie ist denn nun der innere Aufbau des Reichsverbandes?" — „Der Reichsverband ist, wie ich schon sagte, eine Dachorganisation; sie umfaßt einzelne und korporative Mitglieder. Die Kulturbünde und die Künstlerschaft bilden die Mitglieder des Reichsverbandes. An der Spitze des Reichsverbandes steht ein dreiköpfiges Präsidium, das gebildet wird aus dem Intendanten Dr. Kurt Singer, als Präsidenten, Rechtsanwalt Benno Cohn, dem Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, als Stellvertreter, und Rabbiner Dr. Max Wiener. Dieses Gremium bestimmt die Gesamtarbeit des Reichsverbandes, die künstlerischen organisatorischen und finanziellen Richtlinien der Arbeit. Ihm untersteht als Geschäftsführer der Generalsekretär des Reichsverbandes, Dr. Werner Levie, der wiederum die ihm vom Präsidium gegebenen Richtlinien durch das Büro ausführen läßt, dem Dr. Walter Abelsdorff als Büroleiter vorsteht. In diesem Büro sind nun, wie Sie es ja selbst beobachten konnten, die einzelnen Referate und Gebiete nach Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten aufgeteilt. Es gibt das Referat für die aktiven Mitglieder, das Lektorat der eingereichten Programme, die Abteilung für Programmberatung, für den Verkehr mit der Stagma, für Termin- und Antragsstellung, und all dies mündet ein in den täglichen Post- und Geschäftsgang, der einen außerordentlichen Umfang hat. Täglich gehen etwa einhundert Briefe in das Reich und an die behördlichen Stellen. Im Laufe des letzten Jahres Herbert Fischer Bertliold Sander Hans