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Jüdische Turnzeitung · 1911-10-01 · 10 (10.1911) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
12 (1911)
Issue
10 (10.1911)
Date
1911-10-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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210 Sport. Berlin. Sportabteilung des J.T.V. Bar Kochba. Das erste Halbjahr liegt hinter uns. Es war keine leichte Aufgabe, als zu Beginn dieses Frühjahrs eine handvoll Bar Kochbaner an die Gründung der Sportabteilung schritt, um einmal diesem hervorragenden Teil der Leibesübungen einen gebührenden Platz bei uns zu geben, des ferneren aber auch in der Absicht, die. Freunde des Sports, die bisher unseren Reihen so gänzljch fern standen, zu uns herüberzuziehen. All die Schwierigkeiten, die ein bewußt jüdischer Verein bei seiner Gründung vorfindet, das Mißtrauen gegenüber einer angeblichen Absonderung von unseren deutschen Vereinen, hatten auch wir zu überwinden. Aber nicht nur diese; selbst in unseren eigenen Reihen, unter den Mitgliedern des Bar Kochba, begegneten wir mancher konservativen Meinung über den Sport. Doch dank der unermüdlichen Arbeit unserer Mitglieder und der Unterstützung gerade seitens der leitenden Männer im Verein haben wir unserer Abteilung eine geachtete Stellung schaffen können und wiederholt gezeigt, daß wir angemessene Konkurrenzen nicht zu fürchten haben. Noch stehen wir unter dem großen Eindruck, den der Stafettenlauf Potsdam - Berlin hervorrief, die Zukunft wird lehren, ob wir den einmal betretenen Weg erfolgreich fortsetzen werden. Dazu bedarf es der weiteren tatkräftigen Mitarbeit aller unserer Mitglieder. Gerade der jetzt beginnende Winter gibt uns Gelegenheit, uns organisatorisch zu entwickeln, in unseren Bekanntenkreisen neue Mitglieder zu werben, vor allem aber, uns praktisch und theoretisch weiterzubilden. Nur wenn wir unsere Leistungen ständig verbessern, werden wir vorwärts kommen, nirgends mehr als bei uns gilt der alte Satz, daß Stillstand Rückschritt bedeutet. Die Leitung der Abteilung hat für ein reichhaltiges Programm Sorge getragen, das vor Beginn jeden Monats unseren Freunden bekannt gegeben wird. Wir werden nach wie vor die Sonntage, insbesondere wegen der Kürze der Tage die Vormittage, in Schulzendorf verbringen und neben den leichtathletischen Hebungen das Fußballspiel betreiben. Daneben werden wir den Geländelauf protegieren. Der Mittwoch Abend soll diesem schönen Sportzweig dienen, für den der Grunewald ein prächtiges Gelände bietet. Der Sonnabend Abend dagegen wird uns in der Turnhalle der I. Männer-Abteilung, Gr. Hamburger Straße, beim Training, Boxen und Ringen, finden. Durch Vorträge und Sportlektüre werden wir unsern Mitgliedern Gelegenheit geben, sich theoretisch auszubilden, Oeselligkeit und Kameradschaft, aber auch den Geist des Nationaljudentums zu pflegen. So vorbereitet, hoffen wir in der nächsten Saison einen großen Schritt vorwärts zu tun. Alfred B u r i n. Czernowltz. Am Sonntag, den 15. Oktober, gelangt zwischen den jüdischen Sportklubs „Hakoach" (Czernowitz) und „Hakoach" (Stanislau) ein Fußballmatch zur Austragung. Das erste Zusammentreffen dieser Klubs fand im Frühjahr vor einem sehr zahlreichen Publikum in Stanislau statt und ergab einen Sieg der Stanislauer (3 :2). Auch das Match mit dem gleichgeshinten Klub „Hasmonäa" konnten sie mit 1:0 für sich entscheiden. Man ist nun auf das Spiel der Gäste sehr gespannt, und es ist insofern ein sehr interessanter Verlauf des Wettspiels zu erwarten, als auch die Mannschaft des Czernowitzer Hakoachklubs stärker ist als im Frühjahre. Die Aufstellung der Stanislauer: Schatzberger; Wortmann, Kirschenblatt; Imberman, Jonas, Hendler; Reich, Schenkelbach, Falk, Urmann, Arnold. Dieselben treffen bereits am Freitag, den 13. d., hier ein und sind für die Feiertage Gäste der Czernowitzer „Hakoach". Der Winter schickt in den Bergen bereits seine ersten Boten und schon stellen sich auch die Wintersportpublikationen ein. „Der Winter", die im

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