Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turnzeitung · 1911-02-01 · 2 (2.1911) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
12 (1911)
Issue
2 (2.1911)
Date
1911-02-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/4921092-5965121-5965319--2909-4925710
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

No. 2 35 Charlottenburg. J. T. V. Unsere ordentliche Generalversammlung fand am 17. Januar im Vereinslokale statt. Der Bericht des Vorstandes ergab ein erfreuliches Bild von dem numerischen Wachsen des Vereins und von reger aktiver Beteiligung unserer Mitglieder. Die regelmäßigen Turnabende, die Turnfahrten und Kneipen haben in uns das Gefühl der unbedingten Zusammengehörigkeit entfacht, das das Fundament treuer Turnbrüderlichkeit sein muß. Und wie wir uns im verflossenen Geschäftsjahr nach innen gefestigt haben, so haben wir durch gut gelungene externe Veranstaltungen die Achtung der jüdischen Oeffentlichkeit gewonnen. So wurde auch die Tätigkeit des bisherigen Vorstandes allgemein anerkannt. Da Herr Gans leider aus persönlichen Gründen eine Wiederwahl zum II. Turnwart ablehnen wußte, ergab die Neuwahl des Vorstandes folgendes Resultat: Herr Rechtsanwalt H e i 1 b r u n n, Alexanderstraße 39, Vorsitzender, Herr Georg Wölff, Bleibtreustraße 52, Kassenwart, Herr Zahnarzt Henry Unna, Körnerstraße 18, Schriftwart, Herr Stefan Doernberg, I. Turnwart, Herr Buetow, II. Turnwart. Einem lang gehegten Bedürfnis entsprechend, richteten wir einen zweiten Turnabend ein, der als Kürabend besonders zur Ausbildung unserer Anfänger dienen soll. Außerdem leitet Herr Joe Edwards, der bekannte Weltboxmeister, bei uns einen Boxkursus, der sich reger Beteiligung erfreut. Es herrscht bei uns ein frohes turnerisches Treiben, zu dem sich »nmet fühlbarer aufrichtige Liebe zu unserem nationaljüdischen Wollen gesellt. Die Auspizien für das Gedeihen des J.T.V. Charlottenburg sind also Künstig. Wohlan! An uns soll es nicht fehlen! Halberstadt. J.T.V. (Bericht über die X. Generalversammlung am 23. Januar 1911.) Heute fand die X. Hauptversammlung unseres Turnvereins statt. Nach Erledigung des Rechenschaftsberichtes teilte der Vorsitzende, Herr Löwenstein, mit, daß sich der durchschnittliche Turnbesuch auf 18 Herren für den Abend stellte. In den Sommermonaten ist der Besuch ein regerer gewesen; nur infolge des schlechten Besuches in den letzten Monaten hat sich diese — immerhin noch günstige — Ziffer ergeben. Die Ursache der schwachen Beteiligung ist, außer in der weiten Entfernung der neuen Halle, nach der Meinung des Vorstandes darin zu suchen, daß dem Verein die notwendige Grundlage, das höhere Ziel fehlt und zwar die Jüdisch-nationale Basis. Wenn die Mitglieder das Turnen von höheren Gesichtspunkten betrachten und die Notwendigkeit der körperlichen Uebung zur Erhaltung eines gesunden jüdischen Stammes einsehen, dann wird sich jeder Einzelne mehr wie bisher der guten Sache widmen und dann darf der Verein getrost in die Zukunft blicken und sichtbare Fortschritte erwarten. Es wurde dann die Wahl des Vorstandes vorgenommen. Es wurden gewählt die Herren: P. L ö w e n s t e i n, I. Vorsitzender, I. Heller, Turnv/art und stellvertr. Vorsitzender, G. Freund, Zeugwart, S. Marx, Kassenwart, J. B e r 1 i n s k y, Schriftwart. Sodann wurde der Voranschlag für das kommende Jahr festgesetzt und genehmigt. Zum Schluß wurde vom Vorstand mitgeteilt, daß weitere Maßnahmen zur Ausgestaltung des Turnbetriebes getroffen werden sollen, daß Vorträge sehalten, Monatsversammlungen einberufen, die Ausflüge und besonders die Tui nmärsche regelmäßiger durchgeführt werden sollen. — Dies alles würde zweitellos gute Erfolge für den Turnbetrieb haben und Interesse an der Turnsache erwecken. Ferner berichtete noch der Vorstand, daß die gegen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.