Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 12 (1911)
- Issue
- 1 (1.1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 1 15 hat der Vorstand allein und ausschließlich alle Angelegenheiten der äußeren und inneren Propaganda erledigt. Sie nahmen in fast jeder der 13 Vorstandssitzungen einen breiten Raum der Beratungen ein. Diesem Umstände danken wir nicht nur die Steigerung der Mitgliederzahl, sondern vor allem das ständige Anwachsen der Turnfrequenz. Die Männerriege turnte wie bisher an jedem Mittwoch Abend in der Turnhalle der Knabenmittelschule unter der trefflichen und bewährten Leitung des Herrn Karl Adler. Geturnt wurde an 52 Abenden von insgesamt 1305 Turnern, was eine Durchschnittsbeteiligung von 25 Turnern (gegen 18 im Vorjahre) ergibt. Diese Frequenz verteilte sich auf die einzelnen Monate wie folgt: Januar 4 Abende — 78 Turner Februar 4 93 n März 4 » 117 n April 4 Ii 108 tt Mai 4 i» 97 n Juni 5 n 107 » Juli 4 0 76 tt August 5 Ii 86 rt September 4 .a 96 H Oktober 4 ti 127 tt November 6 n 188 » Dezember 4 Ii 132 « Summe 52 Abende 1305 Turner. In den letzten Monaten speziell konnte sogar eine regelmäßige Freauenz von 30 bis 35 Turnern konstatiert werden, wie sie in den besten Zeiten unseres Vereinslebens selten vorhanden war. Wir hoffen, daß künftig diese Ziffer nicht mehr unterschritten wird und richten an alle Mitglieder den dringenden Appell, uns weiter mit solchem Eifer in der Erfüllung unserer Aufgaben zu unterstützen. Wir stellen gern fest, daß sich mehr und mehr eine Kerntruppe älterer Turner entwickelt, die zum Teil aus der Zöglingsriege hervorgegangen sind und mit erfreulichem Interesse wie mit Sachkunde sich in den Dienst unserer Sache stellen. Auch der Vorstand hielt es für seine Pflicht, in der Regel vollzählig auf dem Turnboden zu erscheinen, weil er dieses für den persönlichen Zusammenhalt mit den Mitgliedern und für den Kontakt mit den technischen Fragen als notwendig, auch für die Anspornung der anderen Mitglieder als nützlich erachtete. Die im Vorjahre wieder ins Leben gerufene Alte Herrenriege, die damals zum ersten Male von längerem Bestände war, hat sich in der Berichtsperiode, von einer längeren Sommerpause abgesehen, in regelmäßigem Betriebe erhalten lassen. Etwa 10 ältere Kaufleute und Akademiker fanden sich, wenn auch in vielfach wechselndem Turnus an den Abenden ein, machten die Freiübungen der Männerriege mit, und widmeten s'ch in ihrer Riege mit jugendlicher Frische der Oerätegymnastik. Wir zweifeln nicht daran, daß auch diese Institution nicht mehr von unserer 'urntafel verschwinden wird. Die Leitung der Riege lag in den Händen des Herrn Dr. Leo Cohn. M Die Zöglingsriege konnten wir leider immer noch nicht auf die Höhe und Gleichmäßigkeit des Bestandes bringen, der für die Continuität des Nachwuchses unerläßlich scheint. Es lag das wohl in der Hauptsache daran, daß die Leitung der Riege aus äußeren Gründen mehrfach wechselte und schon darum nicht immer in pädagogisch sicheren Händen lag. Der Bestand d«;r Zöglingsriege kann zwar auf 20 beziffert werden, doch war die •Frequenz sehr wechselnd und selten mehr als 10 Mann.