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Jüdische Turnzeitung · 1910-10-01 · 10 (10.1910) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
11 (1910)
Issue
10 (10.1910)
Date
1910-10-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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156 No. 10 gebeten, ihre Adresse unserem Schriftwart Zahnarzt Henry Unna, Berlin W. 35, Körner Straße 18 H, zuzusenden. Stettin. J.T.V. Die Winterarbeit hat im September bei uns eingesetzt. Wir haben im Anfang des vergangenen Monats das Anturnen unserer Männerabteilung vor geladenen Gästen gehabt, das unter dem Kommando unseres stellvertretenden Turnwarts, Herrn Moses, einen flotten und unsere Gäste interessierenden Verlauf nahm. Eingeleitet wurde es durch eine kurze Begrüßungsansprache des Vorsitzenden, in der auf Zwecke und Ziele der jüdischen Turnbewegung kurz hingewiesen wurde. Demselben Ziele diente ein Vortrag, der am 19. September stattfand und von mehr als 30 Personen besucht war. Ein sich anschließender Kommers hielt die Teilnehmer noch lange vereint. Am 28. September beteiligten wir uns an dem Abschiedskommers, den die zionistische Vereinigung ihrem Kassierer, Herrn Moses, gab, der zugleich unser langjähriger Kassenwart und zuletzt in Vertretung von Herrn Böhm Leiter unseres Turnens war. Wir rufen dem Scheidenden, der sich stets aufs eifrigste an unserer Arbeit beteiligt hat, ein herzliches Lebewohl zu. Wir sind der Ueberzeugung, daß er sich, ebenso wie unser früherer Turnwart Hammerstein und Herr Simoni, die uns gleichfalls verlassen, weiter in der jüdischen Turnsache betätigen wird und im Bar Kochba, den er jetzt aufsucht, in demselben nationalen Geiste mitarbeiten wird wie bei uns. Wir haben noch einen weiteren Verlust zu verzeichnen. H«rr Meyer wird vom Oktober ab in Stargard seiner Dienstpflicht genügen. Wir sind überzeugt, daß er der bei uns genossenen Erziehung Ehre machen wird. Zur Leitung unseres Turnbetriebes haben wir wieder einen christlichen Turnlehrer engagieren müssen, der auch einen Vorturnerkursus abhalten wird. Wir hoffen, daß es dem Verbandsturnwart möglich sein wird, am Ende desselben hier eine Vorturnerprüfung abzuhalten. Unsere wissenschaftliche Kommission läßt im Laufe des Winters folgende Vorträge abhalten, deren erster am 15. Oktober steigt: 1. Herr Dr. Baer: „Die Juden als Rasse und Nation 2. Herr Ref. Greifenhagen: „Nationale Geschichtsauffassung". 3. Herr Re>- Ascher: „Die Emanzipation". 4. Herr Hermann Jacob: „Reformjudentum 5. Herr Ref. Greifenhagen: „Die Organisationen des Judentums". 6. Herr Dr. Baer: „Das Cstjudentum". 7. Herr Ref. Ascher: „Das jüdische Palästina . Außerdem hoffen wir im Laufe des Winters noch einen auswärtigen Redner hier begrüßen zu können, der üher die Turnbewegung in einer zugleich der Agitation dienenden Versammlung sprechen soll. Wir hoffen, unseren Mitgliedern ein geschlossenes Bild der jüdischen Gegenwart und ihrer historischen Grundlagen geben zu können, das sie anregt, sich ganz mit i^m nationalen Geiste zu erfüllen, der allein die gedeihliche Arbeit in unserer Organisation gewährleisten kann. 0- Konstantlnopel. J.T.V. Makkabl. In allen Sektionen des Maf**1?! hat mit Einsetzen des Herbstes von neuem fieberhafte Tätig Ke>i begonnen. Unglaublich ist der Andrang der noch schulpflichtigen Jugend. Die Turnhalle zu Balat wird allwöchentlich zweimal ^"'f"" der Uebungsstunden der Jugendriege von Hunderten von Km de7 umlagert, die auf der Straße draußen noch wenigstens einen Schimmer d weißen Flanells und der blauen Magendawids oder den Widerhall eine hebräischen Kommandowortes erhaschen möchten. Jetzt, da die Abteilungen alle organisiert und in Gang gekommen, mußte an die bessere Ausstattung der vielen Turnhallen gedacht werden.• ging nicht mehr an, daß die Halle von Pera ihre Oeräte dahin und doftn!" ausleihe. Es haben daher sämtliche Einzelsektionen auf eigene Rechnung und Gefahr die Anschaffung einer vollkommenen Geräteausstattung

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