Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 10/11 (10.1909)
- Date
- 1909-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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206 No. 10/11 9 Mann zusammengestellt. Obgleich die Verhältnisse am Orte recht ungünstig liegen, wird, die akademische Jugend keine Mühe sparen, um der Tufnidee eine Pflegestätte zu bereiten. Der Qrundstein ist bereits gelegt. Dr. K. Konstantinopel. Am 4. September fand im Lokale des „Cercle international" in Hai'dar Pascha, dem asiatischen Vororte Konstantinopels, eine Versammlung zwecks Gründung eines jüdischen Turnvereins statt. Herr M. Blum, Delegierter des Turnvereins „Makkabi", eröffnete die Versammlung und hielt das Referat. Der Turnverein wurde alsdann unter einem provisorischen Bureau begründet, zu dessen Präsidenten Herr Blum 2e" wählt wurde. Bücherschau. Illustrierter Sport. Aktuelle Wochenschrift für jeden Sport. Abonnement Mk. 2.50 vierteljährlich. Einzelnummer 20 Pfg., überall erhältlich- Verlag: Berlin-Schöneberg, Hauptstr. 7. Seit dem 1. Oktober erscheint in Berlin diese reich illustrierte Zeitschrift, die bei der verständigen Art, in der die Turnerei und ihre Stellung zu den volkstümlichen Sports behandelt wird, berufen scheint, auch in unseren Kreisen einen weiten Leserkreis zu finden. Die Vielseitigkeit des Gebotenen ermöglicht es dem Anhänger einer bestimmten Leibesübung, sowohl über das eigene Gebiet sachverständige Belehrung und vorzügliches Bildermaterial zu finden, als auch sich für die anderen Zweige der Leibesübung Verständnis anzueignen. Letzteres scheint heute für den Turner besonders wünschenswert. Für unsere Leser wird es von Interesse sein, zu hören, daß unser Turnbruder und Mitarbeiter Fritz Abraham der Redaktion des Blattes angehört. Volks- und Jugendsplele. „Erziehung zur Wehrkraft ist Volkserziehung!" und „Erziehung zur Wehrkraft heißt, Menschen zur Gesundheit erziehen!", das sind die Grundgedanken eines hochbedeutsamen Vortrages, den Herr Generalmajor Neuber-Ostrowo im Juli dieses Jahres in Gleiwitz auf dem zehnten Kongreß des Zentralausschusses zur Förderung der Volks¬ und Jugendspiele in Deutschland gehalten hat. Dieser damals mit dem größten Beifall aufgenommene Vortrag ist jetzt in der Septembernummer von „Körper und Geist", der Zeitschrift des obigen Zentralausschusses, als Leitaufsatz erschienen (B. Q. Teubner, Leipzig, 50 Pfg.). Das Thema des Vortrages war „Die Bedeutung der Volks- und Jugendspiele für die Wehrkraft des deutschen Volkes". Allen mittelbar oder unmittelbar mit unserm Heere zusammenhängenden Männern wird der Vortrag von großem Interesse sein- Er geht von den Anforderungen eines modernen Krieges, der kurz und packend geschildert wird, aus und zeigt, was für die militärische und bürgerliche Erziehung notwendig ist. Der deutschen Schule wird der Vorwii» gemacht, daß sie „auffälligerweise kein freudiger Helfer bei der Erziehung zur Wehrkraft ist (obligatorischer Spielnachmittag). Trefflich ist ausgeführt, daß die Erziehung zur Wehrkraft nicht allein eines etwaigen Krieges wegen notwendig ist, sondern daß sie dem Volke auch auf den Gebieten des Mecl" liehen Wettbewerbes die besten Kräfte verleiht. Für die Erziehung *Br Wehrkraft sind Volks- und Jugendspiele und vernünftiger, nicht übertriebener Sport, insbesondere auch das Wandern, von größter Bedeutung. — Außer diesem Leitvortrage enthält das Heft folgende Aufsätze: Generalmajor v. Gersdorff, „Der Volkskrieg und die Bedingungen seines Erfolges", Prof"