Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 8 (8.1909)
- Date
- 1909-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 8 137 Ludwig Löwendahl-Köln für Auslagen von Frl. Danziger- Berlin bei Uebersendung seines Schirmes, mit bestem Dank auch an Herrn Juliusburger...... Mk. 1.— Dr. Weigert-Hamburg............ „ 3.— Aus der Jüdischen Turnerwelt. Der „Boskowitzer Turnverein" in Boskowitz (Österreich) hat seine Aufnahme In die Jüdische Turnerschaft beim Ausschuß beantragt. Berlin. J. T.V. „Bar Kochba". In unseren Abteilungen wird allgemein [echt lebhaft geturnt; wenn auch, wie stets in den Sommermonaten, der Besuch schwankt und numerisch oft zu wünschen übrig läßt, so wird von enen- Q'e nicht nur „Saisonturner" sind, um so eifriger geübt. Wie noch in keinem Vorjahr, erfreut sich unser Spielplatz eines andauernd guten Besuches, trotzdem an fast jedem Sonntag Turnfahrten stattfinden. Diesen schönsten Teil der Turnerei werden wir immer mehr Wiegen Wenn das Hallenturnen, an Vorschriften gebunden, dem Turner Gelegenheit gibt, Mut und Kraft zu stählen, so bietet die Turnfahrt den idealen orzug, sich frei und ohne Zwang geben zu dürfen. Soweit Unterordnung "nter die Führung erforderlich ist, fügt sich der Teilnehmer gern; sie belastet I nicnt. da er ihre Notwendigkeit anerkennt. Seiner persönlichen Verana?ung bleibt der weiteste Spielraum; er mag die Ungebundenheit nach Getanen auskosten. Der Aufenthalt in der Natur, die Gemeinschaft gleichjesinnter Brüder löst freudigste Lebensäußerung und heiterste Stimmung, le zu frohem Liede und freundlichem Gedankenaustausch entfachen. Stets -fingt die Wechselwirkung des Gebens und Empfangens eine gleichmäßig '«friedigte Stimmung hervor, die bei manchem Turner schon die Grundlage um?8ti.eferen Verständnisses schaffte für Lebensaufgaben im allgemeinen d jüdische Aufgaben im besonderen. So dürfen die Turnfahrten als beste „ele8eiiheit gelten zu wirksamster Übertragung unserer Ziele von Person zu Person. . Der 3. Juli (Vollmond) vereinigte unsere Männer - Abteilungen zur lesiahrigen Nacht- und Tagesturnfahrt in eine der schönsten gen^en der Mark Brandenburg. 40 Mann stark, fuhren wir abends 11 Uhr p Bernau und marschierten von dort drei Stunden nach dem Städtchen Jen "tha1, ~wo wir den Kest der Nacnt auf stronlaKer verbrachten. Mit ersten Sonnenstrahlen erhoben wir uns, badeten im Wukensee und wan- Dof" dUrCh die Wälder im Takt des Liedes bis Schöpfurt. In diesem qj r ® "leiten wir kurze Rast und gewaltige Musterung unseres Proviants. Ziel d°nne stand schon hoch und brannte heiß, als wir uns unserem nächsten die i k ^Verbell'nsee. zuwandten. Nach vielstündigem Marsch durch sähe •Vä'der der S c h 0 r f n e' d e* eines uralten kaiserlichen Jagdgebietes, übe " W'r 'hn durcn die Bäume schimmern und erreichten bald die durch trisc]raS?ihend Scnone Lage ausgezeichnete Kolonie Altenhof. Erst ein erlöset tS Schwirnmbad> dann längere Mittagsrast. Als die Turnfahrt fort- Ije 'z* werden sollte, machten sich doch die Strapazen des Nachtmarsches 2„ Ve . und wir beschlossen, den Spätnachmittag am Ufer des Werbellin ei bringen. Am Abend trug uns der Dampfer zur nächsten Bahnstation. J. M. Lien 1 Juli 'and eine Turnfahrt der Frauen-Abteilungen nach dem Pmtzsee statt, trotz des günstigen Wetters mit nur geringer Be-