Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 10 (1909)
- Issue
- 3/4 (3.1909)
- Date
- 1909-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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50 No. 3-4 Schwarz verlobt. Die Brüder der Braut und die Braut selbst sind eitrige Mitglieder des Vereins. Herr Freudmann beabsichtigt seine Hochzeitsreise so einzurichten, dass er mit seiner jungen Frau an dem Turntag in Berlin, wenn auch nur als Festbummler, teilnehmen kann. Die Redaktion spricht Herrn Freudmann und seiner lieben Braut die herzlichsten Glückwünsche aus! Vermischtes. London. Tlie Jewlsh Athletic Association (jüdische Vereinigung üir Leichtathletik) hat soeben ihren Jahresbericht über 1908 herausgegeben. Aus diesem ersieht man die vorzügliche Arbeit, die diese Institution unter den armen jüdischen Kindern, die da eingepfercht im Osten Londons leben, leistet. Die Notwendigkeit einer derartigen Organisation erklärt sich schon aus dem Grunde, dass es diesen Kindern unmöglich gemacht ist, an den sportlichen Veranstaltungen und Spielen ihrer Schulkollegen teilzunehmen, da diese nur am Sonnabend spielen und jeder Sport am Sonntag untersagt ist. Es mussten daher für diese Kinder und junge Leute spezielle Arrangements getroffen werden, damit solche an den Werktagen spielen konnten. Die Association umfasst nun nicht weniger wie 19 Vereine von Lehrlingen und Angestellten. 21 von Schulknaben und 18 von Schulmädchen und hat zurzeit allein ca. 3000 aktive Mitglieder. Es gibt da Fussball- und Cricket-Klubs für die Knaben. Tennis-, Hockey und andere Spiele für die Mädchen, auch werden jährlich mehrere grosse Sportfeste und Preisschwimmen etc. abgehalten. Der Londoner Orafschaftsrat zeigt der Vereinigung das grösste Entgegenkommenerleichtert ihr das Arbeiten und Organisieren an den Schulen, speziell an den jüdischen Schulen, und auch das Ministerium für Unterricht und Erziehung hat schon des öfteren seine Sympathie bewiesen. Was. diese Association jetzt noch benötigt, ist ein grosser eigener Sportplatz, für den bereits ein ansehnlicher Fonds vorhanden ist und für den eifrig Mittel gesammelt werden. („Daily Telegraph" vom 16. Januar er.) Spielplatzfragen und Bodenreform. In No. 5 der von den deutschen Bodenreformern herausgegebenen Zeitschrift finden wir einen Aufruf z"r Spielplatzfrage, um dessen Verbreitung der Vorstand des Deutschen Turnlehrer-Vereins und der Zentralausschuss zur Förderung der Volks- und Jugendspiele bittet. Dieser Aufruf hat auch für uns recht erhebliche Bedeutung. Er berührt eine für alle Turnvereine wichtige Angelegenheit. Die an dem Schluss dieses Aufrufs enthaltenen Fragen lassen ersehen, wie ausserordentlich schädlich bisher die Bodenspekulation vor allem in de" Grossstädten auf die so lange in den Hintergrund gestellte Schaffung und Erhaltung der den Volks- und Jugendspielen gewidmeten Plätze gewesen ist, und mögen hier wörtlich zitiert werden mit dem Bemerken, dass bestimmte Angaben in der Richtung dieser Fragen an Prof. Dr. Kohlrauscn. Hannover, Billweg 4, zu senden sind. Es wird daher um Beantwortung folgender Fragen gebeten: 1. Wo und wann hat sich ergeben, dass durch die übertriebene Verteuerung des Bodens der beabsichtigte Erwerb eines Spielplatzes unterbleiben musste. 2. Wo und wann ist ein Platz, der zum Spielen benutzt wurde oder zum Spielplatz ausersehen war. schliesslich zu einem änderet