Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 9 (1908)
- Issue
- 10 (10.1908)
- Date
- 1908-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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203 merk richten müssen. Vielleicht wird es möglich sein, einen Teil der Spiele den Winter hindurch fortzniiihre.n. Von Wanderungen ist leider nicht viel' zu melden. Allerdings fielen ja die letzten Sonntage unglücklicherweise mit unseren Feiertagen zusammen. Ende August machten wir unseren gemeinsamen Ausflug. Die drei Abteilungen pilgerten getrennt vormittags am Müggelsee herum. In '""riedrichshageu trat man sich schliesslich, wo gebadet, gerudert, gespielt "nd nach Abzug der Lehrlinge bis in die Nacht hinein getanzt wurde. Leider war das Lokal wie der Platz zum Spielen schlecht gewählt. Mit seinen Lehrlingen unternahm Turnbruder Abraham einige Wanderungen, wobei es hoch hergegangen sein soll. Unsere Schüler-Abteilung wird gegenwärtig von unserem bewährten Mitgliedc Erich Burin geleitet. Die Liste der Vorstandsmitglieder hat seit dem letzten Bericht wiederum eine e' liebliche Änderung erfahren. Unsere beiden Vorsitzenden, die Herren '} I ü c k s rn a n n und Lacliman u, und der zweite Beisitzer Herr Louis ' I b e r s t e i n legten ihre Ämter nieder. An ihre Stelle traten — zur Strossen Freude aller Turner und Turnerinnen — Theobald Scholem Vors), Dr. Max Z i r k e r> (2. Vors.) und Dr. Jalowicz (Beisitzer), also alte Turner, die persönlich nicht nur mit dem Bar-Kochba, sondern ''»eh mit der jüdischen Turnbewegung überhaupt aufs engste verknüpft sind. Damit ist vielen, und auch denen, die auf dem langen, bald zehnjährigen i arsch „schlapp" zu werden drohten und mit ihren gutgemeinten, aber fruchtlosen Predigten über die gute, alte Zeit uns „Neulinge" zuweilen drückten, "tr Mut zu neuer Arbeit gestärkt. Die wird es nun bald reichlich geben. stehen ja wieder vor der Winterkampagne. Von einem Stif- ''"'gsfest soll in diesem .lahre abgesehen weiden. Das 10 jährige Jubiläum lj»seres Vereins soll Pfingsten nächsten Jahres zusammen mit dem der jüdischen Turnerschaft gefeiert werden. Dann sind die üblichen Kurse amariterkurse, Fechtkursus etc.) einzurichten und für regelmässige Teili^hme an ihnen zu sorgen. Mit den Sonntag nachmittags stattfindenden '"■trägen wird im Januar — nach der Saison — begonnen werden. Genauere ■"teilungen darüber werden in der nächsten Nummer der Turnzeitung verdeutlicht werden. Bar-Kochba - Fond. Schachpartie Hirsch-Abraham...............M. 3, n„. v; Cohn-Abraham................„ 1,— Uur<* Is. Wolff.................... M. 5, i( Qraz. Vereinigung Jüdischer Finken bei der Hochschule in Graz. Unter auTe'rt iS,arne" nat sich nier eiM Jüdisch-akademischer Verein gebildet, der Y , . er. P'at'f°rni der deutschen Freien Studentenschaften, aber den steh Jer ostsr|,eichischeti Universitäten gemäss auf nationaler Basis s ,'■ Pj e Vereinigung hat als nachahmenswertes B e i - k ö 'e ' " •' a 1111 e ' e i 'i d i s c Ii e St u ,i e n t c n v e r e i n e die 1' f I e g e I, tJr D e 1 i e Ii e r 0 h u n g e n und die Förderung aller Best r c - a j1 K e " '■ " r k ü r p e r I ■ c h e n H e b u n g cIls j ü d i s c Ii c n V o 1 k c s •Mitrl •' P ' " K:r a m r" Kesetzt- Oegonwärtig ist bereits die Hälfte der eiier hiesigen Jüdischen Turnverein beigetreten, die andere Hälfte v"« nachfolgen. L. i'atii ,P-- n,eislen Vereine des reichsdeutschen „Bundes Jüdischer Corpu- «i»eir; unterhalten bereits jetzt eigene Turiiubteiliingen. und es wird in