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Jüdische Turnzeitung · 1908-05-01 · 5 (5.1908) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
5 (5.1908)
Date
1908-05-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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No. 5 103 bewegung auf und empfahl allen aus irgendwelchen Gründen noch abseits Stehenden den Eintritt in unseren Turnverein. Im Anschluss hieran ging die mit Spannung erwartete Preisverteilung vor sich, die folgendes Resultat zeitigte.: II. Preis. I. Preis. Damen-Riege: Frl. Davidsohn 35% Pkte. I. Manner-Riege: Herr Elias 36'/« Punkte II. Männer-Riege: Herr Ruschin I 33% Pkte Zöglings-Riege: Herr Krisch 3* Punkte Frl. Kauffmann 33 P. Herr Jüttner 32% P. „ Schwarz II 30 P. Schwarz 27% P III. Preis. Frl. Peyser I 32 % Pkte. Herr Heppner 29% „ „ Pukacz 23 Pkte. Alle Resultate wurden mit lautem Beifall begrüsst. Die Preise bestanden für die 1. Männer-Riege in künstlerisch ausgeführten Diplomen, für die übrigen Riegen in Büchern national-jüdischen Inhalts. Ausserdem wurden die besten Leistungen nach den dritten Preisen belobigt. Nachdem noch einige Zeit wacker gekneipt und gesungen worden war und die Damen Peyser 1 und Sandberg ein mit lautem Beifall aufgenommenes Duett vorgetragen hatten, bescherte uns Herr Peyser einen Damentoast in gebundener Rede. Alsdann trat Terpsichore in ihre Rechte und unsere Turner bewiesen, dass sie auch mit Eleganz und Ausdauer das Tanzbein zu schwingen verstehen. Während einer Tanzpause überraschte uns Fräulein Ehrlich durch einige meisterhaft vorgetragene Couplets, die denn auch die verdiente Würdigung fanden. Schliesslich, gegen 2 Uhr, verliessen auch unsere unermüdlichsten Tänzer und Tänzerinnen den Saal mit dem Bewusstsein, einen selten genussreichen Abend in unserem Verein verlebt zu haben. J. E. Krakau. Jüdischer Turnverein. Trotzdem die Statuten des Jüdischen Turnvereins „in Krakau noch vor einigen Jahren von der Statthalterei bestätigt wurden, existierte der Verein, durch die Ungunst der Verhältnisse, nur auf dem Papier. Erst im Oktober v. .1., dank der unermüdlichen Arbeit des jetzigen Obmannes des Vereins, des Herrn Dr. Landau, nahm er seine Tätigkeit auf. Bald meldeten sich auch zahlreiche Mitglieder aus orthodoxen und Arbeiterkreisen; leider aber musste, mangels eines entsprechenden grösseren Turnsaales, die Zahl derselben beschränkt werden. Jetzt bestehen zwei Männer-Riegen zu je 30—40 Turnern, und eine Mädchen-Riesre mit 20—25 Turnerinnen, jede turnt ie zwei Stunden wöchentlich. Nach fünfmonatlichem Bestehen trat der Turnverein vor das Krakauer Publikum mit dem I. Schauturnen, das am 29. März d. J. im Saale des Pod- Koizer Sokol-Vereins stattfand. Schon die erste Nachricht von dem Schauturnen wirkte auf die hiesige .ludenschaft wie eine Sensation. Ein Schauturnen eines jüdischen Turnvereins!! Den schön geschmückten Saal füllte ein vornehmes Publikum. In seiner Eröffnungsansprache wies nerr Dr. Hilfstein auf die Bedeutung von körperlichen Übungen für die •'"den hin, stellte die Ziele des Jüdischen Turnvereins dar, und schloss mit einem warmen Appell an die Anwesenden. Als dann die Turner unter den Klängen der Musik in den Saal marschierten, wurden sie vom Publikum mit 'anganhaltendem Beifall empfangen. Das Programm bestand aus Freiübungen, Barren-, Bock- und Reckturnen der Männer-, und Freiübungen und Barrenternen der Mädchen-Riege. Alles in allem brachte dieses erste Schauturnen dem Verein einen glänzenden Erfolg; wir hoffen, dass es der Grundstein für

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