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Jüdische Turnzeitung · 1908-01-01 · 1 (1.1908) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
9 (1908)
Issue
1 (1.1908)
Date
1908-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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10 No. 1 könnet mit ihrem Erfolg zufrieden sein! Die Veranstaltung war gut besucht und lässt so erhoffen, dass man als praktischen Erfolg einen beträchtlichen Mitgliederzuwachs wird verzeichnen können. Bei einer Jugendabteilung wird die Kritik zur leichten Pflicht, denn lange Jahre der Ausbildung lassen ja noch genügend Zeit, einzelnen Ausstellungen abzuhelfen. Das Programm wickelte sich unter der verdienstvollen Leitung des Turnwartes Jacks flott ab und trug in seinem ganzen Verlaufe den Stempel froher, manchmal unbändiger Jugendlust. Der Aufmarsch war geschickt gebaut und in der Ausführung einwandfrei. Dr. Israel Auerbach beglückwünschte die Abteilung zu ihrem Jubeltag und zeigte in kraftvollen Worten die frohen und ernsten Aufgaben der Jugendabteilung eines jüdischen Turnvereins. Die dann folgenden Freiübungen waren vom zweiten Turnwart der Abteilung, Juliusb u r g e r, zusammengestellt und gaben einfache Arm- und Beintätigkeiten in gut gewählter Verbindung. Die Ausführung litt ein wenig unter einer begreiflichen Erregtheit einzelner, die man Lehrlingen wohl nachsehen darf. Das Geräteturnen zeigte, dass wir in unserer Jugendabteilung über vorzügliches. Material verfügen, wenn auch hier und da den einzelnen Übungen beim Abgang vom Qerät etc. der letzte Schliff fehlte. Hier werden die Vorturner und die Turner selbst, ein jeder an seinem Teile, ausgleichen müssen! Einen hübschen und eigenartigen Abschluss fanden die Gerätübungen dadurch, dass eine jede Riege an ihrem Qerät eine geschickt kombinerte Pyramide stellte. Dann folgte das K ü r e n. Auch hierbei sollte der Turner nur Übungen vorführen, deren tadelfreie Ausführung ihm sicher ist. Auch das Hilfegeben Hess zu wünschen übrig. Den Abschluss bildete Drittenabschlagen und Tauziehen. Beides wurde flott und unter lebhafter Teilnahme des Publikums vorgeführt. Dann klang das Pest harmonisch aus in den Tönen des Liedes „Spiele sind aus". Alles in allem berechtigt uns das Schauturnen zu froher Zuversicht auf einen kräftigen, gesunden Nachwuchs. Jüdischer Turnverein Bar Kochba, Berlin. (Vorläufiger Bericht.) Unsere diesjährige Hauptversammlung wurde am Sonntag, den 26. Januar unter dem Vorsitz des Herrn Dr. Arndt eröffnet. Der Versammlungsleiter gedachte einleitend unseres scheidenden bisherigen I. Vorsitzenden, Dr. Israel Auerbach, indem er dessen Verdienste während seiner zweijährigen Amtstätigkeit gebührend würdigte. Die Fortschritte, die der Verein während Dr. Auerbachs Amtsperiode bezüglich der nationalen Tendenz gemacht habe, seien zweifellos zum grössten Teile unserem Vorsitzenden zu danken. Auch sonst habe sich der Verein in den beiden Jahren in vieler Hinsicht gefestigt. Die Bilanz des verflossenen Jahres zeigt einen Kassenbestand von 374,17 Mk.. dem der gestundete Beitrag zur jüdischen Turnerschaft mit 300 Mk. gegenübersteht. An Beiträgen wurden 3141,10 Mk. vereinnahmt. Die Statistik des Turnbetriebs zeigte fast durchweg Fortschritte. Nachdem dem bisherigen Vorstande Entlastung erteilt war, wurde zur Neuwahl geschritten. Fast ausnahmslos wurden die vom alten Vorstande vorgeschlagenen Herren per Akklamation oder mit Uberwiegender Majorität gewählt. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: I. Vorsitzender: Rechtsanwalt Dr Olücksmann; II. Vorsitzender: ür. Elias Auerbach; I. Schriftführer: Max Cohn; II. Schriftführer: Ernst Wolff; Hauptturnwart: Dr. Richard Blum; II. Turnwart: Ingenieur Julius Katzky; Kassierer: Arthur Hirsch; Beisitzer: Bruno Dobr und Louis Silberstein. Zum Turnwart der Lehrlingsabteilung wurde Jacks, zu dessen Stellvertretern Juliusburger und Noack gewählt. Geschäftsführer der Lehrlings-

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