Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 12 (12.1906)
- Date
- 1906-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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208 No. 12 die Aufgaben der Kommission fallen würde. Es ist die Aufgabe, den gegenseitigen Verkehr zwischen den einzelnen bestehenden und evtl. neu gegründeten Vereinen zu vermitteln, damit die Vereine in enger Fühlung miteinander bleiben. Besonders würde die Veranlassung von Zusammenkünften und gemeinsamen Veranstaltungen der EinzeJnvereine bei Ausflügen und Festen in Frage kommen. Wir in Posen haben in den letzten Monaten bereits drei solche Zusammenkünfte zwischen unserem und dem Samterer Verein ermöglicht und hatten am besten Gelegenheit, den grossen Wert derartiger Massnahmen kennen zu lernen. Zum Schluss möchte ich darauf hinweisen, dass gerade in den kleineren Provinzstädten ein guter Boden für unsere Bestrebungen ist. Hier werden die jungen Leute nicht wie in den Grossstädten durch unzählige Vereine und Veranstaltungen vom Turnen fern gehalten. Und andererseits ist hier auch die Möglichkeit geboten, wenn man erst die jungen Leute in jüdischen Turnvereinen beisammen hat, sie auch in jüdisch-geistiger Beziehung heranzubilden und zu heben. Das wäre natürlich in noch viel gesteigertem Masse der Fall, wenn sich die alte Mahnung betätigen Hesse, dass unsere jungen Akademiker ihren Wohnsitz lieber in diesen kleineren und Mittelstädten mit grösserer jüdischer Bevölkerungszahl wählen, statt in den Grossstädten das gebildete Proletariat zu vermehren. Dort in den Provinzstädten bietet sich die Möglichkeit einer guten Existenz und last not least ein dankbares Wirkungsfeld für die Hebung des Judentums in körperlicher und geistiger Beziehung. Aber all diese Vorschläge können nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn die Ausführung so schnell und so energisch wie möglich in die Wege geleitet wird. Darum möge jeder, der für unsere Bestrebungen noch Interesse hat, nach Kräften diese Vorschläge unterstützen, denn es gilt ein jüdisches Kulturwerk ersten Ranges zu schaffen. —ib Aus der Jüdischen Turnerwelt. Berlin. J. T. V. „Bar Kochba.« Die Herbstturnfahrt am 21. November vereinige, wie in den Vorjahren, alle Abteilungen am Ziel, diesmal, nach vlelstündigen Streifzügen durch die schlafenden Walder und Berge der Oberspree, im historischen Köpenick. Wir hatten ganz prächtiges Wetter; bis zur früh hereinbrechenden Dämmerung konnten die Männerabtetlungen ab Erkner mit Marschroute, längs der Seeenkette, Neuzittau— Gosen—Schmöckwitz—Grünau 39 km zurücklegen. Die Frauenabteilungen ,a