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Jüdische Turnzeitung · 1906-10-01 · 10 (10.1906) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
7 (1906)
Issue
10 (10.1906)
Date
1906-10-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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No. 10 173 der Mitglieder entgegenzunehmen. Der Rest des Abends der Monatsversammlung wird der Geselligkeit eingeräumt. 3. Unterhaltungsabende in grösserem Stile mit Gasten. So fanden im heurigen Jahre zwei kleine Tanzunterhaltungen statt und ein grosser Ronacherabend, an dem unser Verein ein Schauturnen kleineren Stiles veranstaltete; bei diesem trat die Madchen-, Zögling- und Jungmannschaftsriege auf. Frieda Buchbinder, Dr. Hermann, Schriftführerin. Obmann. Aus der Jüdischen Turnerwelt. Berlin. J. T. V. „Bar Kochba". Eine interessante turnerische Veranstaltung war das 18 km-Wettgehen Birkenwerder—Reinickendorf am 9- September, an dem sich 14 Turner beteiligten und aus dem als Sieger hervorgingen: 1. Alex Jacoby in 1 Std. 56 Min. 33 Sek. 2. Fritz Ehrenhaus „ 1 „ 56 „ 50 „ 3. Arthur Heilbrunn „ 2 „ — „ 30 „ Trotzdem einige Kolonnen, durch den Personenverkehr in der Ortschaft Tegel beeinträchtigt, gegen Schluss stark abfielen, wurde doch eine Durchschnittsleistung von 6V4 Minute pro Kilometer erzielt. — Da die kurze Strecke keine erheblichen Anforderungen an Ausdauer und rationelle Gangart stellte, zeigte es sich, dass die jüngeren Turner, die schon am Start die Führung übernommen hatten, dadurch im Vorteil waren, dass sie sich fcanz ausgaben, während die älteren den Schnelligkeitsrekord zum Teil nicht genügend berücksichtigten. Jedoch war dank besten Wanderwetters und massiger Temperatur die Verfassung der Geher am Ziel mit geringen Ausnahmen eine gute. Für die Sieger, deren erste beiden durch zweimalige längere Wartezeit an Bahnschranken begünstigt waren, sind Diplome vorgesehen. Am letzten Sommersonntag, den 16. September, nahmen wir auf einer T u r n f a h r t nach dem Havelgebiet (Zehlendorf Klein-Machnow Potsdam Wannsee) von den Wäldern der Mark Abschied. Es war schon ein rechter Herbsttag; der Regen, unser treuer Begleiter auf so vielen diesjährigen Sommerfahrten, verliess uns nur, als wir den neuen Teltowkanal von der Machnower Schleuse — die Besichtigung dieses gewaltigen Werkes lohnt freilich allein schon die Tagespartie — bis Kohlhasenbrück befuhren und in Babelsberg und Sanssouci historische Studien trieben. Auf einsamer, weil gesperrter Strasse zogen wir in dunkler Nacht nach Wannsee. Dem Militär überlieferten wir am 1. Oktober vier Einjährig-Freiwillige; w'f sind überzeugt, dass sie für den „Bar Kochba" Ehre einlegen werden. Auf unser bevorstehendes 8. Stiftungsfest, das am Sonnabend, den 3. November, in Neumanns Festsälen (..Hackescher Hof" Rosenthalerstr. 40) stattfindet, möchten wir, Obgleich besondere Einladungen ergehen, an dieser Stelle gebührend hinweisen.

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