Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 7 (1906)
- Issue
- 1/2 (1.1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Frieda Vater, was bist du doch ungerecht, Jüdische Turner sind nicht so schlecht. Rebekka (schmeichelnd) Ach, Väterchen, wenn wir so recht herzlich Hehn, Dann kannst du ja doch nicht widersteh n. Moritz Ach so, mein Kätzchen, du hoffst mit Streicheln Mir die Erlaubnis abzuschmeicheln. Weil du mich schon oft hast zum „Ja" gebracht, Wo vorher ich immer „nein" gesagt. So denkst du, auch jetzt mich herumzubringen, Nein, diesmal soll es dir nicht gelingen. Hört denn! Erst wenn auf dreimaliges Fragen Dreimal ich deutlich „ja" werde sagen, Erst dann ist gültig die Gattenwahl, Dann nehmt meinetwegen auch die (auf die beiden Herren zeigend) zu Gemahl. Rebekka 0 weh, dreimal gelingt mir's nicht, Einmal hält' ich ihn herumgekriegt. Frieda (pathetisch) So werde ich hinter Klostermauern Mein junges Mädchenleben vertrauern. No. 1/2 Bernhard Hört doch, welch einen Kohl die spricht; Jüdische Klöster gibt es garnicht. Isaak (geheimnisvoll zu den drei übrigen) Ich glaub', ich habe einen Plan, Wie man den Kerl herumkriegen kann (flüstern miteinander). Moritz Was heckt ihr da für Geheimnisse aus, Heraus jetzt ihr Turner aus meinem Haus. Bernhard (marschiert furchtbar drohend an ihm vorbei) Pfui, du Grobian, schäme dich, Furchtbar naht die Rache sich. Isaak (hierauf, von der anderen Seite, ebenso). Rebekka (im gleichen Tonfall, indem sie am Vater vorbei zu Isaak geht) Warte nur, eh* du's gedacht, Hast du dennoch ja gesagt. Frieda (geht zu Bernhard, ebenso). Alle vier bilden einen Kreis und u*' tanzen Moritz, indem sie singend (Taradlbumdil-Melodie oder ad libitum) wiederholen : Pfui, du Grobian, usw. (Dann alle tanzend ab.) (Fortsetzung folgt.)