Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 8 (8.1905)
- Date
- 1905-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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162 No. S abgehalten, bei denen nicht nur dem Kegelspiele gehuldigt wurde, sondern auch die tanzlustige Damenwelt auf ihre Rechnung kam. Nebenbei wurden auch sehr schöne Vorträge veranstaltet, die wesentlich zum Gelingen dieser geselligen Zusammenkünfte beitrugen. Diese Vorträge wurden in der Regel von Vereinsmitgliedern bestritten, doch haben sich auch zahlreiche Gäste daran beteiligt. Ferner wurde auf Intention unseres zweiten Turnwarts, des Herrn Dr. Jerusalem, ein internes Wettturnen veranstaltet, an dem sich sechs Herren beteiligten, von denen fünf und zwar die Herren Ornstein, Pollak, Weiss, Felsenberg und Burian teils mit Preisen, bestehend aus hübsch ausgeführten Silbermünzen und Diplomen, teils nur mit Diplomen ausgezeichnet wurden. Die Verteilung fand an einem Sonntag Nachmittag bei einer Kegelunterhaltung statt. Herr Dr. Jerusalem begrüsste die zahlreichen Anwesenden mit einer humorvollen Ansprache, eiferte die Wett- und anderen Turner zu erneuerter Anstrengung an und nachdem der Obmann, Herr Dr. Werner, in ähnlichem Sinne gesprochen hatte, wurden die Preise an die Wettturner verteilt. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass wir auch heuer anlässlich der zugunsten des Turnhallen-Baufonds veranstalteten Matinee einen hübschen Reinertrag erzielt haben, doch wäre es lebhaft zu wünschen, dass die einzelnen Mitglieder eine regere Agitation entwickeln, als es diesmal der Fall war. Graz. Der Jüdische Turnverein zu Graz ladet alle Brudervereine zu seinem Gründungsfeste, welches am Sonntag, den 22. Oktober 1905 (Simchat-Thora) im Kaufmannshause stattfindet, herzlichst ein. Der Ausschuss. Posen. Zum drittenmale hat der „Neue Turnverein" einer Einladung der Bodenkulturgesellschaft nach dem jüdischen Lehrgute Neuhof folgen können. Weit stattlicher als in früheren Jahren war der wohlgeordnete Zug der Turner, die am 25. Juni d. Jden jüdischen gastlichen Boden von Neuhof betreten haben. Der Männer-Abteilung, die 100 Turner entsenden konnte, hatten sich 60 jüdische Turnerinnen und 44 Zöglinge zugesellt. Der Geschäftsführer der Bodenkulturgesellschaft, Herr Mühlenbesitzer Rosenihal, begrüsste den Verein in gewohnt herzlicher Weise und wies auf die gemeinschaftlichen hohen jüdischen Ziele hin, die Gastgeber und Gäste verbinden. Der Vorsitzende des Turnvereins dankte. Dann gehörte der Gutshof für einen schönen langen Nachmittag den Turnern. Die jüdische Turnerei herrschte auf Neuhof. D'e