Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 4 (4.1905)
- Date
- 1905-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 4 65 sichtlich vorwärts. So konnten wir bereits bei unserm Stiftungsfest, das unter außerordentlich zahlreicher Beteiligung am 2. Oktober stattfand, neben dem Geräteturnen der Männerriege und den Freiübungen der Zöglingsriege, einen Damenreigen der Frauenriege bringen, der wegen seiner Exaktheit und Anmut den lebhaftesten Beifall der zahlreichen Oäste fand. Die Damen vergalten das ihnen gezollte Interesse, indem sie aus eigenen Mitteln ein Chanukka-Kränzchen veranstalteten, zu dem unsere Mitglieder als Gäste zahlreich erschienen. Da nach alledem die Existenz unseres Vereins fest begründet erscheint, durften wir endlich daran gehen, auch eigene Turngeräte anzuschaffen, um weitere Abwechselung in den Freiübungen und dem Geräteturnen zu schaffen. Auch der Kassenbericht, der mit einem Vortrag über 200 Mark abschließt, beweist die Stabilität des Vereins, flenn die Haupteinnahme bilden die ordentlichen Mitgliederbeiträge in Höhe von fast 1000 Mark. So ist neben der Ruhe und Eintracht, die jetzt °ei uns herrscht, überall turnerisches Leben und Bewegung in unserm »erein. Wir brauchen heute nicht wie im Vorjahre unseren Mitgliedern zuzurufen: alles zu vergessen, was uns trennt. Uns alle beseelt nur Pose6'1"1 (^e(lan'<e: Förderung der körperlichen Ausbildung der Juden Prossnitz. (Mähren). Jüdischer Turnverein. Nach zweijährigem estande begingen wir Sonntag, den 12. Februar 1905, unser erstes sp)hUturnen lm Saale des Herrn Franz Czerny; wir haben mit demnT">en> "ach den Aussagen eines bewährten, uns fernstehenden Fachjnannes, einen vollen Erfolg errungen. Das Schauturnen begann um %S nr nachmittags. Kaum daß der Saal geöffnet war, strömte eine zahlreiche j/.enscnenmcnge in denselben, so daß der große Saal bald bis auf das d zt^ Plätzchen gefüllt war. Das Schauturnen wurde mit einer Ansprache in\ Herrn Low eröffnet, welcher die Honorationen begrüßte und .nf^Hrfen Worten die Tendenzen und die Tätigkeit des noch jungen Vereins floH ^un 'n*on'er*e die Militärkapelle einen Marsch Und bei den ffi klängen desselben vollzog sich der überaus effektvolle, reigen- "r^'ge Aufmarsch von 36 Mitgliedern zu den Freiübungen mit Stäben, eiche mit Genauigkeit ausgeführt wurden. Reichlicher Beifall lohnte die maeu- <"e nacn emer kleinen Pause in zwei Riegen zu den Geräten aufmarschierten. Die erste Riege (14 Mann) turnte am Barren, die zweite (20 Dj*"") a|n Pferde der Breite nach, mit Griffen. Danach verbanden sich beide gejPeP ,zu den Kürübungen am Reck, wobei einzelnen Turnern rauschende ''Bezeugungen von Seiten der Zuschauer zu teil wurden. Die Leistun- Ein? l sämtlich auf der Höhe, obzwar eine gewisse Uebermüdung der Un","lnen sich nicht gut verdecken ließ. Der Aufmarsch zu den Geräten Tum A?marscn in die Riege war korrekt und lobenswert, die Disziplin der Hupoh- •'os- W'r haben das der straffen Leitung unseres Turnwartes den H 8L zuzuschreiben. Dank gebührt auch den beiden Vorturnern, [)e] r?eJJen tmil Husserl und Gustav Kaufmann. Zum Schauturnen kamen iüdUrhT-unserer mährischen Turnvereine; besonders zahlreich war der Lanyp Tu"ive'*ein von Ung. Hradisch vertreten, dessen Mitglied Herr sdlpn«"1 Turnen beteiligt war. Abends fand im großen Saale des „Deut- Sesond £es" ein Konzert- "nd Theaterabend statt, und hatten wir die Nachi cm aenu8tuumJ> die ganze Judenschaft von Proßnitz vereinigt zu sehen, mit iu " des Programms wurde dem Tanze gehuldigt und als man die cM?Igen?rauen den Heimweg antrat, war man des Lobes voll über ,e sch°ne Veranstaltung. J. N. veMBoMw11, Wiener Jüdischer Turnverein. Am 25. März d. J. versein Hi er Erste Wiene<" jüdische Turnverein im Ballsaale Ronacher und »Ti Ja"TWS Kostümkränzchen, das außerordentlich gut besucht war Blumen Jlanzenden Verlauf nahm. Als Eröffnung wurde von 20 in Wart He d e'en Turnerinnen ein abwechslungsvoller, vom 1. Turnvielen ReV1!! «udo" Po"aIc komponierter, graziöser Reigen vorgeführt, der Erinnern d> Die Teilnehmerinnen am Reigen erhielten zur dauernden «crung an dieses schöne Fest große Buketts mit Fächern, auf dem das