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Jüdische Turnzeitung · 1905-02-01 · 2/3 (2.1905) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
2/3 (2.1905)
Date
1905-02-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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42 Xo. 2 3 Uebungsstoff und die Befähigung, das Turnen wirklich zu einem erfolgreichen zu gestalten. — Doch trotz der Ausbildung und der Praxis würden die Vorturner bald die Uebersicht über den Turnstoff verlieren, wenn ihnen nicht Gelegenheit geboten wird, sich wieder regelrecht damit zu befassen. Es müssen deswegen im Anschluß an den Ausbildungskursus Vorturnerfortbildungsstunden eingerichtet werden, in denen außerdem ein großer Teil des Uebungsgebietes, der im Kursus nur theoretisch behandelt werden konnte, auch praktisch durchgeturnt wird. Es genügt nun, wenn diese Stunden alle vier Wochen einmal zu je zwei Uebungsstunden stattfinden. Hier behandelt man entweder eine Gerätübungsgruppe und eine Gruppe Frei- oder Handgerätübungen, oder eine Gerätübungsgruppe und volkstümliche Uebungen. Wählt man die zweite Art der Vorturnerfortbildungsstundenj so empfiehlt es sich, Frei-, Ordnungs-, und Handgerätübungen an einem beliebigen allgemeinen Turnabend durch einen Vorturner leiten zu lassen. Eine Woche vor der betreffenden Fortbildungsstunde ist der Reihe nach je einem Vorturner eine Aufgabe für diesen Abend zu stellen. — Die Vorturner, welche bis jetzt in solcher Vorbereitung mit Liebe und Eifer bei der Sache geblieben sind, können sich nun als wirklich ausgebildet betrachten, d. h. das Rüstzeug ist ihnen gegeben, durch das sie in den Stand gesetzt sind, selbständig frei zu schaffen, neue Wege zu finden und, um mit Jahn zu sprechen, selbst „Sinner in der Turnkunsr" zu sein. Denken soll aber jeder Vorturner daran, daß, je mehr er Turnlust und freien Turnersinn verbreitet, er mit zur Erreichung unseres großen nationalen Zieles beiträgt, der Stärkung und Stählung unserer Volkskraft. - I. C. Theodor Pelz. Wir erfüllen die traurige Pflicht, auch an dieser Stelle unseres jüngst verstorbenen Turngenossen zu gedenken. Der hochgewachsene, breitschulterige Mann, dem das Leben freigebig von seiner Kraft geschenkt zu haben schien, erlag einem versteckten Uebel nach kurzer Krankheit. — Es war kein Zufall, daß er in unseren Reihen stand. Die Macht, die seinem Empfinden und Denken von Kindheit an die bestimmende Richtung gab, war die Liebe zu seinem Volke, und indem er sein Leben dem Dienste der Religion widmete, widmete er es dem Dienste seines Volks. Manchem von uns war er Freund, allen lieb. Aber die Klage, die sich auf unsere Lippen drängt, muß verstummen in der Trauer „um Zion und Jerusalem Bar Kochba, Berlin.

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