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Jüdische Turnzeitung · 1904-06-01 · 6 (6.1904) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
6 (6.1904)
Date
1904-06-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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No. 5 109 Berlin. Bar Kochba. Gemeinsames Baden (Schwimmen) der Mitglieder der Mönner- und Lehrlings-Abteilungen findet fortan jeden Sonntag früh 9 Uhr im Kochsee (bei Bahnhof Westend), das der Mitglieder der Frauen- und Mädchen-Abteilungen im Sportbad Halensee (Inn.: Reinhold Schulz) zu einer noch auf den Turnsälen anzusagenden Zeit statt. Berlin. Mitglieder, die Ränzel und Fechtutensilien noch im Besitz haben, werden ersucht, dieselben zum Vereinsmitglied Bursztyn, Elisabethstr. 4, hinzubringen oder ihm portofrei einzusenden. Berlin. Am 5. Juni unternahm die IV. MUnnerabteilung eine Turnfahrt von Wittenberg über Koswig nach dem Wörlitzer Park und von dort nach Dessau. Berlin. Der Bericht über die Pfingstfahrt des Bar Kochba nach dem Riesengebirge kann wegen Raummangels in diesem Hefte keine Aufnahme finden. — Bereits vor längerer Zeit ist das Werk „Die Ethik des Judentums" von Prof. Dr. Lazarus, auf dem Turnsaal gefunden worden. Der Verlierer wird gebeten, sich das Buch von Frl. Gertrud Weinberg, die es vorläufig in Verwahrung genommen, in der Turnstunde der I. Frauenabteilung abzuholen. Blelitz. Am 28. März* hielt der hiesige Turnverein seine 5. ordentliche Generalversammlung unter dem Vorsitz des Obmannstellvertreters, Herrn Moritz Huppert ab, der nach Begrüssung der etwa 80 erschienenen Mitglieder dem Schriftführer das Wort zur Verlosung des nachfolgenden Tätigkeitsberichts über das Vereinsjahr 1903—1904 erteilte: Unter ungünstigen Vorbedeutungen hat das abgelaufene Vereinsjahr begonnen. Nichtsdestoweniger stehen wir am Ende desselben nach innen und aussen wieder gekräftigt da. Gleich nach der Generalversammlung legte Herr Dr. Haas die Obmannstelle nieder, gleichzeitig traf den Verein ein zweiter harter Schlag, indem das bisherige Turnlokal wegen Umbaus geräumt werden musste. In dieser kritischen Zeit wandten wir uns an die Stadtgemeinde Bielitz um Überlassung eines Turnsaales, doch wurde unser Ansuchen abgelehnt. Die stramme Organisation unseres Vereines trat diesmal wiederum deutlich zu Tage, indem er aus dieser schwierigen Lage ohne Schädigung hervorging. Unsere Hauptsorge war die Beschaffung eines geeigneten Turnlokales. Es gelang uns, zu diesem Zwecke den Kaiserhofsaal zu erhalten, in weichem sich nun ein reges Vereinsleben entwickelte. Um den turnerischen Botrieb in dem Voroin haben sich die Herren Direktor Goldberg und Hugo Schrenzel, ersterer als Leiter dor Damenabteilung, letzterer als Lolter der Männerriege, unseren Dank in vollsten Masse verdient. Wir schritten auch, auf vielseitiges Verlangen, an die Gründung einer Alten - Herronriege, doch hat dieselbe leider nicht die erwarteten Resultate gehabt. Die laufenden Geschäfte des Vereins wurden in 11 Vorstandssitzungen erledigt. Die Mitglieder des Turnralos haben in dankenswerter Weise ihres Amtes gewallet. Soweit die Tätigkeit dos Vereins im Innern. Von ganz hervorragender Bedeutung, nicht allein für unseren Verein, sondern für die gesamte jüdisch-nationale

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