Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 22 (1921)
- Issue
- 1-4 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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fln die Vereine* Der Wunsch des letzten Turntages, von Seiten der Kreisleitung mit möglichst wenig Rundschreiben an die Vereine heranzutreten, ist vom Kreisvorstand respektiert worden. An Stelle von Rundschreiben trat ein mehr individueller Schriftverkehr der jedoch bei vielen Vereinen insofern sehr einseitig war, als von den Vereinen keine Antworten eingingen. Selbst an Beschlüsse hielt man sich recht wenig. Der Beschluß der letzten Obmännertagung, die alten Schulden zu bezahlen und dabei auch die laufenden Zahlungen zu leisten, ist so wenig beachtet worden, daß das Erscheinen der Turn/, eitung eingestellt werden mußte. Wie sehr dadurch die Möglichkeit, auf das einzelne Mitglied, das mal einige Zeit nicht zum Turnen kommt, einzuwirken, gelitten hat, erfahren wir täglich aus einigen Vereinen. Eine Organisation wie die unsrige ist nur haltbar, wenn nicht nur die Disziplin auf dem Turnboden, sondern auch in der Verwaltungspraxis geübt .wird. Wir werden daher leider genötigt sein, mit schärferen Maßnahmen gegen diejenigen Vereine vorzugehen, die sich ihrer Pflichten bis zum heutigen Tage noch nicht bewußt worden sind. Anfang des Jahres sandten wir den Vereinen Statistikformulare, um auf Grund dieser eingereichten Bestände eine Veranlagung der Verbandsbeiträge vornehmen zu können. Trotz mehrfacher Aufforderungen sind bisher die Statistiken von nur 6 ,'Vereinen eingereicht worden. Da die Obmännertagung dem Kreisvorstand aufgegeben hat, Vereine zu suspendieren, die" nicht mehr mit Nutzen in der Turnerschaft verbleiben können, so werden wir uns leider genötigt sehen, diese Maßnahme in allernächster Zeit vorzunehmen. Da es uns nicht möglich ist, infolge der schlechten finanziellen Lage die i;- Turnzcitung im alten Umfange herauszugeben, beabsichtigen wir in Zukunft ein nur wenige Seiten starkes Nachrichtenblätl herauszugeben, sofern die Vereine gewillt sind, (ielder hierfür aufzubringen. Stettin hat zu diesem Zweck bereits Mark 100, — gezeichnet. Um unsere Finanzen aufzubessern, haben wir einen Aufruf zu üeldsammlungen herausgesandt, von dem wir jedem Verein auch eine Anzahl Exemplare folgen lassen. Wir bitten, mit diesem Aufruf Förderer für die Jüdische Turnerschaft zu gewinnen. Unser altes Postscheckkonto haben wir aufgegeben und dafür rv ein neues eingerichtet: Julius Hirsch, Neue Friedrichs t. 00, Post -, scheckkonto Berlin 108031. Sämtliche Zahlungen sind auf dieses Konto ' vorzunehmen. Kuhn. 89" Spendet für unseren Turnlehrerfonds!