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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 11 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
11 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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IT (bis den anderen Organisationen. Die flkllon für den Keren Bajessod, Von Dr. Erich Marx. Als die Entscheidung von San Remo die politische Basis für die Erfüllung' der Palästinahoffnungen brachte, ergriff eine tiefe Freude die gesamte jüdische Welt. In zahllosen Reden und Artikeln wurde die Bedeutung dieses Ereignisses gefeiert, und seine Wirkung auch auf diejenigen Kreise, die bisher dem Palästinagedanken wenig oder gar kein Interesse entgegengebracht hatten, war unverkennbar. Die politische Arbeit der Leitung der Zionistischen Organisation fand mit Recht die höchste Anerkennung. In rascher Folge gingen dann die Dinge ihren Gang weiter. Es folgte die Ernennung Sir Herbert Samuels zum Oberkommissar. Es folgte die Oeffnung der Einwanderung. Die Einwanderung setzte sogleich stürmisch ein, und da sah man, welche außerordentlichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten einer raschen Bevölkerungszunahme in Palästina noch entgegenstehen. Die politische Arbeit, die übrigens auch heute noch in stärkerem Maße fortdauert, als vielfach bekannt ist — man denke nur an die so überaus wichtige Frage der Grenzbestimmung — hatte bisher alle Kräfte der Leitung absorbiert. Noch war es nicht lange her, daß die jüdische Zukunft Palästinas ein überaus heikles Problem war, und nun ■wurden plötzlich die Schleusen aufgezogen, ehe noch Zeit gefunden war zu einer umfassenden Regulierung des Flußbettes. Die beginnende Einwanderung brachte, wie wir wissen, e ine wirtschaftliche Krisis. Es fehlten die notwendigen Verwaltungsmaßnahmen zu einer Einwanderung, es fehlte mangels öffentlicher und privater Fonds die Möglichkeit, die Einwanderer zu beschäftigen. Unter dem Zeichen dieser Eindrücke tagte die Londoner Jahreskonferenz. Was ist zu tun, um die Schwierigkeiten des Augenblicks zu überwinden? Zwei Instanzen vor allem haben die Pflicht, für Abhilfe zu sorgen: Die Regierung des Gemeinwesens Palästina und die Zionistische Organisation. Die palästinensische Regierung, vertreten durch Sir Herbert Samuel und seine Mitarbeiter, hat die Aufnahme einer verhältnismäßig bedeutenden Anleihe in die Wege geleitet. Es ist mit Bestimmtheit zu erwarten, daß sie zum Erfolg fuhrt. Indessen, wir dürfen nicht erwarten, daß der Ertrag dieser Anleihe jn erster Linie jüdischen Zwecken zugeführt wird. Noch besteht die Bevöloerun? Palästinas erst zu einer kleinen Minderheit aus Juden, und die Regierung; Palästinas darf ihre Gelder nur so verwenden, wie es den Interessen aller Bewioihner Palästinas entspricht. So muß das jüdische Volk selbst eingreifen, wenn es seine Palästinaaufgabe durchführen will. In dieser Erwägung hat die Londoner Jahreskonferenz beschlossen, die Aktion für den Keren Hajessod (Grundfonds) einzuleiten. . _ Wie sollen die Gelder des Keren Hajessod verwandt werden? In erster Linie sollen durch sie die dringendsten Erfordernisse des Augenblicks gedeckt werden. Sofortige Schaffung ausreichender Einwandererfürsorge und sofortige Schaffung von Arbeitsgelegenheiten h0mi2* vor aNem m Frage. Ferner Unterstützung sozialer Einrichtungen der wrschiedensten Art. Ausgaben, die auf die Dauer zum größten Teil auf das reguläre Budget übernommen werden müssen, die jedoch im Augenblick bei ihrer besonderen Dringlichkeit außerordentliche Einnahmen erfordern. ... Darüber hinaus stellt der Grundfonds eine außerordentliche Spende des ludischen Volkes dar für solche Anlagen, die von allen Volks- und Staatsgemeinschaften für dauernde Zwecke vorgenommen werden, und deren Deckung; rege*mäßig im Wege der außerordentlichen Einnahmen, meist von Anleihen, beschafft wird. Es handelt sich dabei um Anlagen der kulturellen Staatsverwaltung und um staatliche Anlagen materieller Ii Ktur' BeisPtele der ersten Art Kredite und Geldhingabe zum Zwecke der Urbarmachung von Ländereien, der Ent- und Bewässerung, der Anlage und Keguherung von Verkehrseinrichtungen, der Schaffung von Agrar- und 1 1

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