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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 10 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
10 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 56)
Language
German
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16 Büdiersdiaii. Leo 11 Kellner, Theodor Herzls Lehrjahre. Nach den handschriftlichen Quellen. Verlag R. L ö w i t, Wien-Berlin 1920. Geb. 10 M. Für die Verehrer unseres Anführers ist dies ein außerordentlich interessantes Werk. Eine Menge bisher unbekannten Materials wird hier aus dem Nachlasse Th. Herzls zu Tage gefördert. Dazu kommen zahlreiche noch nie veröffentlichte Bilder von Herzl selbst und seinen nächsten Angehörigen, die eine wertvolle Verschönerung des Werkes bilden. Die in 18 Abschnitte geteilte Biographie stellt uns den Werdegang dieser großen Persönlichkeit dar und läßt uns einen Blick in sein Seelenleben und das Leben im Kreise seiner Familie und seiner Umgebung tun.! Harne wasser. In Berlin, Rosenthaler Straße'43, Telefon Norden 1982.;st ein jüdisches Preßbüro unter dem Namen „Hamewasser" eröffnet worden, wefches die Aufgabe hat, die jüdische Presse des Auslandes über die wichtigen Ereignisse und Erscheinungen im Leben der deutschen Judenheit fortlautend zu informieren, sowie den jüdischen Zeitungen in Deutschland über das jüdiscnc Leben im Ausland zu berichten. Das genannte Preßbüro steht in Verbindung mit dem „Jewish Correspondence Büro" in London. Dr. S. E. S o s k i n. Kleinsiedlung und Bewässerung. Die neue Siedlungsform für Palästina. Jüdischer Verlag 1920. Preis ca. M. 4.—. Das Hauptproblem, das die gegenwärtige Kolonisation Palästinas zu lösen hat, ist die Anpassung der Aufnahmefähigkeit Palästinas an die Bedürfnisse des jüdischen Volkes. Die Aufnahmefähigkeit Palästinas für neue Ansiedler hängt wie die eines jeden Landes nicht nur von den geographischen Grenzen ab, sondern auch von der Dichtigkeit der Besiedlung, die zu erzielen ist. Diese aber steht ihrerseits mit der Intensität der Produktionsformen, die in Palästina herrschen werden, in engstem Zusammenhang. Den« je intensiver die landwirtschaftliche Produktion ist, um so weniger Land braucht der einzelne Ansiedler und um so grösser ist die Zahl der Juden, die i« Palästina angesiedelt werden können. Dr. S. Soskin behandelt eine solche intensive, in Palästina noch wenig bekannte und nicht angewandte Form der Siedlung. Er führt die grossartigen Resultate an, zu denen man mit Hilfe der künstlichen Bewässerung in Ländern gelangt ist, die ihrem Klima nach viel ungünstiger dastehen als Palästina. Sein Ziel ist, Palästina in eine „Landwirtschaftliche Fabrik" zu verwandeln. Der Absatz der Produkte soll dabei durch eine genossenschaftliche Produzentenorganisation bewerkstelligt werden. Er bringt auchd abei den Entwurf einer Kolonie, die den Vorzug hat, auf einem relativ kleinen Räume (etwa 300 ha) 500 Familien zu umtihm erwarteten Folgen seiner Siedlungsform sind von so eminenter Bedeutung für unsere Kolonisation, daß seine Schrift dem eingehenden Studium aller derer, die sich für die Palästinakolonisation interessieren, nicht dringend genug empfohlen werden kann. (Eine hebräische, englische und jiddische Ausgabe des Werkes befinden sich in Vorbereitung.) Jakob Klatzkin: Hermann Cohen. Jüdischer Verlag Berlin. Preis ca. M. 6. Der Verfasser des jedem Nationaljuden bekannten Buches „Probleme des modernen Judentums", einer der bedeutendsten Schüler Herrnann Cohens spricht hier zu uns über seinen Meister. In glänzender überaus fein pointierter Darstellung beleuchtet er die Persönlichkeit, den Denkstil und die Weltbetrachtung des großen Marburger Philosophen, dessen volle Würdigung durch sein wirklich aufrechtes Judentum bisher verhindert worden ist. Schriftleitung: S. Muntner, Charlottenburg, Krummestrasse 62.

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