Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 7/8 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
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50 einen inneren Zusammenhang gezeitigt, der uns gezeigt hat, daß unsere A/bert nicht umsonst war. Jetzt im Sommer wird ja, wie immer, die Heimarbeit etw*. ruhen, mit um so größerem Eiter werden wir sie dann im Winter wieder au ' nehmen. Der Turnbetrieb wird immer besser. Durch Anstelfung von zwei .JU"V lehrern (ein cfrtter ist in Aussicht genommen), ist es uns gefangen, Sie abendc in wirklich gute Hände zu legen, so daß wir in der 'MännenabtemW| bei zweimaligem Turnen wöchentlich einen Durchschnittsbesuch von etwa je ^T" Turnern aufzuweisen haben. Die Turnhalle hat sich sogar an manchen Abende als zu klein erwiesen. Auch die Frauenabteilung ist dank der eitrigen UP rührigen Tätigkeit unseres lieben Juliusburg er, ständig im Wachsen griften. Die Besuchsziffer an beiden Abenden hält sich auf der Höhe von duISJ," 9chnittlich je 40 Turnerinnen. Daß wir in turnerischer Hinsicht etwas zu ,ei?!V. imstande sind, bewies uns das im Winter im Rahmen der Ralästina-Aurow*J woche veranstaltete Turntest, über dessen Einzelheiten bereits im h ebruarttv? berichtet wurde. Das Turnfest hat uns aber auch auf der anderen . ^, gezeigt, daß wir in technischer Hinsicht noch 'viele Fehter haben, die beseitigen, wir jetzt eitrigst bemüht sind. Auch unsere Mädchenabteilung steht unter dem Zeichen ständiger E^- Wickelung. Gleichfalls unter Jufiusburgers zielbewußter Leitung_s*ehein » hat sie sich zu einer erfreulichen Höhe heraufgearbeitet. Wenn man überieg*> daß wir diese Abteilung im Winter schließen mußten, weil zwei Mäaeß _aw» Turnen kamen, und daß sie jetzt 65 Mitglieder bei 40—45 aktiven Made zählt, so ist dies ein nicht wegzuleugnender Erfolg unserer Jugendarbeit. Die Knabenabteilung zähh etwa 30 Mitglieder und turnt gleichfalls entmal wöchentlich fleißig. Der Betrieb leidet sehr unter der Ungebundenheit o Jungen. Hierin cm Wandef zu Schäften, wird unsere nächste Autgabe w** Die Abteilung hat andererseits auch schon ganz "beachtenswerte Kräfte au*~!: weisen, die uns hoffentlich in Zukunft einmal von großem Nutzen »sein werde Nun zur Sportabteifung. Um es vorweg zu nehmen. Der Aufstieß der Sportabteilung übertraf unsere kühnsten Erwartungen. "Es hat sich * tinbedingt gut erwiesen, daß wir uns dem Südostdeutschen Leichtathletikverba angeschlossen haben, da wir sonst niemals Gelegenheit gehabt hätten, uns * Wettkämpfen mit anderen Vereinen zu beteiligen. Es würde zu weit fuW*' > wollte ich die vielen Erfolge unserer Jungens und Mädels in einem a^el?fl^rts Bericht wiedergeben, zumal es Friedländer in seinen Sonderberichten bete - getan hat. Aber eins möchte ich doch ganz kurz streiten, und das ist u glänzende Abschneiden unserer Jungens beim Staffellauf „Quer durch Breslau Dank der bis ins kleinste durchdachten Organisation Friedfänders, un der alles aus sich herausholenden Mannschaft, war es uns möglich £e*.e|felj den vierten Platz als erste Turnermannschatt hinter den Ö??LS. und besten Sportvereinen Breslaus zu befegen. Wenn eine hiesige Tag zeitung dazu wörtlich schreibt: „Von den übrigen Mannschaften, die sich sämtlich in v^rz'j^ licher Art für die Farben ihres Vereins aufopferten, sei noch d,e 0 jüdischen Turnvereins „Bar Kochba" erwähnt, die, obwohl er»* kurze Zeit im Training, als erste Turnermannschaft den vier*erf Platz belegte, und in ihrem Material recht beachtenswerte Kräfte a . zuweisen hat" so ist dies ein "Beweis, daß sich der Bar Kochba, Breslau bei Juden und. Njj^jjJ juden die Stellung errungen hat, die ihm gebührt. Wir haben zwar hinsac der Disziplin in allen Abteijungen noch mit großen Schwierigkeiten zu ^TB^J[ hoffentlich werden auch sie bald überwunden sein. Dann aber w*1renu^| hoffentlich die Organisation sein, die vorbildlich für alte anderen sein wj> und von der man dann getrost behaupten kann, «laß von ihr aus wahrnarw^ jüdisches Leben ausgeht.