Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 7/8 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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48 verein eranstaltctcn und weil wir andererseits hier erst selbst einmal an die jüdische Oeffentlichkeit appellieren wollten. Wir hoffen aber, im Winter ein Saalfest veranstalten zu können, zu dem wir dann unsere auswärtigen Turnbrüder einladen werden und hoffen, daß uns einige Vereine auch durch turnerische Betätigung auf diesem Feste unterstützen werden. Nun zurück zu unserem Sommerfest. . Pünktlich i/s4 -Uhr marschierten unsere Turner, auf dem von uns aucn sonst für unseren Sportbetrieb benutzten Sportplatz auf, die ca. 400 Gaste mit unserem Turnerlied begrüßend. Dann begannen die Freiübungen der Männerriege unter der bewährten Leitung unseres 1. Turnwartes Herrn "rj Moses, darauf folgte die Frauenriege mit gleichfalls exakt ausgeführten FreH Übungen. Als Schluß der turnerischen Vorführurlgen zeigte unsere Männernegc am Barren ihr Können, und die Zuschauerschaft, unter der sich Vertreter aller hiesigen nationaljüdischen Vereine befanden, spendete den Leistungen reichlich«" Beifall. Nach der sich daran anschließenden Kaffeetafel folgten in den au?' gedehnten Parkanlagen des Platzes Unterhaltungs- und Wettspiele für alle Festteilnehmer, die namentlich von seilen der Kinder reichlich in Anspruch ge' nommen wurden. An die Sieger in den Wettspielen konnten wertvolle Preise in Gestalt von Büchern und Bildern jüdischer Schrittstellcr und Künstler ver" teilt werden. Bei Eintritt der Dunkelheit formierten sich die Festteilnehmer zu einer Lampionpolonaise und im Schein der Lampions und überwölbt vom herrlichen Sommerabendhimmel brachten unsere Blau-Weißen stimmungsvoll Lieder zu Gehör, während ein Turnbruder dann noch einige Jargonlieder sana- Die Jugend blieb dann noch einige Stunden beim Tanz beisammen. .. Das wohlgelungene Fest trug dazu bei, daß die jüdische Oeffentlichkei sich davon überzeugen konnte, daß die Arbeit in unserem Turnverein nicht onn Erfolg ist, und wir hoffen, daß das Verständnis für die Wichtigkeit der körperlichen Betätigung unserer Jugend in immer weitere Kreise dringen swiru. Rudolf Weißkopf. Süd. Turn- und Sport-Uerein Frankfurt a. (I). Am 31. Mai 1920 fand unsere -J. Generalversammlung statt unter LeitU"? unseres ersten Vorsitzenden, Herrn Georg Freudenstein. Diese letzte Versammlung zeigte, daß das Interesse für die jüdische Turn- und Sportbewegung in Frankfurt unverändert groß ist. Der Verein hat sich im vergangenen .J3.",1^ nicht so entwickelt wie man es zu Beginn des Jahres erwarten dürfte. Die Ursache hierfür ist darin zu erblicken, daß die ganze Organisationsarbeit de Vereins auf den Schultern weniger lag, wodurch diese überlastet waren, den neuen Vorstand wurden gewählt: Herr Georg Freudenstein, I.Vorsitzender, HeTr Zahnarzt Dr. Sally Levy, 2. Vorsitzender (nationaljüdisches Ressort), rje" Erich Rosenberg, 1. Schriftwart, Herr Friedel Bacharach, 2. Schriftwart, Herr Bernh. Meyer, H,auptturnwart, Herr Michel Wiesengrund, Hauptsport wart, Her Hugo Hecht, Hauptkassenwart, Herr Dr. Homburger, Herr Manfr. Goldschnitt«» Frl. Else Ahrends, Frl. Alma Moses, Herr Alex Hichenberg, Herr Justin Worin als Beisitzer. Der Monatsbeitrag wurde erhöht, und zwar: für Jugendlic" auf Mk. 2.— monatlich, für Erwachsene auf Mk. 3,— mindestens pro Monat- Dem Vorstand wurde das Recht zuerkannt, den Beitrag von Fall zu ra zu ermäßigen, wenn dies die finanzielle Lage des betreffenden Mitglied* verlangt. G. Freudenstein. Düd, TurooereiD (Dannbefm. Wir können mitteilen, daß wir seit 4 Wochen den Turnbetrieb, rwelcher seit Februar eingestellt werden mußte, wieder aufgenommen haben. Statt oes ehemaligen christlichen Turnlehrers haben wir einen Volksgenossen Äe" wonnen, der bislang im Männerturnverein v. 1846 als Vorturner tätig war, wflS vom erzieherischen Standpunkt von großer Wkäitigkeit ist. — Die Männernege turnte in den fetzten 4 Wochen (wir haben wöchentlich einen "Abend gYeW1