Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 7/8 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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24 schaft, insbesondere der Jugend in sich birgt und außerdem nur &ee*ß^ wäre, das Ansehen der Turnersdhaft als nationaljüdische Korporation nacn außen zu schwächen. Dort, wo etwa turnerische oder sportliche Interessen einen Anschluß an genannte Verbände zwar wünschenswert erscheinen lassen, aber nationaljüdische gehemmt sich ihnen entgegenstellen, sind daher einzig und allein die letzteren ausschlaggebend. Im übrigen sind Mittel unöi Wege zu schaffen, die die Vereine pp. turnerisch oder sportlich vorw*V^. bringen, ohne daß aber hierunter das Bekenntnis zum Nationaljudentum oder die Pflege letzteren irgendwie Einbuße erleidet." , Bemerkung der Redaktion: Den Antragstellern schwebte folgender Fall vor Augen: Sie gehören, wie viele andere unserer Vereine, außer dem (Deutschen Kreise der Jüd. Turnerschaft auch dem dortigen Ortsturnverbande an und sind von diesem zum Ablegen des Jüd. Turnerschaftsabzeichens", des Magen DawiOiJ? gefordert worden, widrigenfalls sie von ihrer Liste (gestrichen wü™*"' Da es ein Teil für unehrenhaft hält, laus dem Verbände zu scheiden und sich seiner nationaljüdischen Aufgabe nicht ganz bewußt ist, ist der scharfe Gegenspructi, 31:26 bei der (Annahme des obigen Antrags erklärlich. Antrag übermittelt durch David Holstein. Antrag des 3üdiscnen Turn- und Sportoereins Bar Kocbba, Bamburg. Aus der Erwägung heraus, daß alle Mitglieder der Turnerschaft eines femeinsamen, allen zugänglichen Abzeichens bedürfen, beantragt der Jüdiscne urn- und Sportverein Bar Kochba, Hamburg, die Turnnadel jedem Mitglied käuflich zu uberlassen, welches durch zweimonatlichen regelmäßigen Besucn unserer Turn- oder Sportveranstaltungen sein Interesse für die jüdische Turnsache bewiesen hat. Für besondere Leistung und Mitarbeit im Sinne unseres Programm» soll eine besondere Auszeichnung an einem nationalen Festtag (Chanukkan; in Form einer kleinen Plakette gegeben werden. Antrag oon Friö Scherbel, Bar Kocfiba-Berlln. Ein Verband national-jüdischer Turn- und Sportlehrer. Eine Anzahl Turnbrüder und Turnschwestern haben in den letzten Jan'el das Turnlehrer-Examen bestanden, andere bereiten sich auf den Turnlenrerberut vor. Alle diese wertvollen Kräfte zur einheitlichen Arbeit zusammenzufassen, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Jüdischen Turnerschaft, y1.. „Organisation national-jüdischer Turn- und Sportlehrer" wird ihre Hauptar^e. darin erblicken, sich selbst im Sinne der Thesen der Jüdischen Turnerscna zu vervollkommnen und die allmähliche Durchführung der hebräischen TunT spräche in den ihnen unterstellten Abteilungen zu gewährleisten. Der Lehrer- Verband betrachtet es ferner als seine Aufgabe, weitere Mitglieder der Turnerschaft für den praktischen Turn- und Sportlehrerberut in Palästina unflj'f! Qaluth vorzubereiten. Die vornehmste Aufgabe der Jüdischen Tumerscnan besteht nun darin, die Mittet zur Verfügung zu stellen, die Sur die systematiscn Weiterbildung dieser Kerntruppe erforderlich sind. Deshalb wird dem Turntage folgende Resolution vorgelegt werden: „Der Turntag begrüßt die Gründung eines „Verbandes Ml*°^r jüdischer Turn- und Sportlehrer". Er sieht in dem. Zusammenschhiß (Verbandsmitglieder, die sich dem jüdischen Turnlehrer- und Lehrennnenberuf in Palästina und im Gahrth widmen wollen, die Schaffung,5*"* Kerntruppe, die in erster Reihe dazu berufen ist, die Ziele der* Jüdiwttpn Turnerscnaft praktisch durchzuführen. Der Turntag beschließt, die zur jährlichen Ausbildung von 2—3 Turnlehrern bezw. Turnlehrerinnen zur Verfügung zu stellen." . . „ Weitere Zustimmungserklärungen zur praktischen und organisatooscne Mitarbeit werden sofort erbeten an: Fritz Scherbe t, Verlag der „jv°- Turn- und Sport-Zeitung", Berlin W. 15, Sächsische Straße 8.