Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 7/8 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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22 Hand zu bekommen, wird die Turnerschaft in Zukunft noch mehr als bisher sich an Körperschaften und Personen halten müssen, -welche außerhalb unseres Kreises stehen. Bisher waren derartige Versuche allerdings nur von geringem erfolge begleitet, doch erscheint es nicht ausgeschlossen, daß auf Grund unserer ganzen Zeitverhältnisse sich die Aussichten hierfür bessern werden. Anträge des 5pori- und Ruder-U.S.Si.-Berlin. I. Resolution. Der Turntag dankt dem Vorstand des Deutschen Kreises der jüdischen Turnerschaft für die geleistete Arbeit. Es ist ihm jedoch vorzuwerfen, daß eine ersprießliche Tätigkeit insofern beeinträchtigt wurde, als der Vorstand die Arbeitsfähigkeit und Arbeitsfreudigkeit der einzelnen Vereine wesentlich unterschätzt hat. 1. Antrag: Der Turntag beauftragt den Vorstand mit folgendem: a) Strikte Durchführung der Münchener Beschlüsse. b) Schaffung einer Kartothek des gesamten Kreises. c) Strengste Durchführung der Anordnungen des Kreisvorstandes. 2. Antrag: Zur Unterstützung des Vorstandes sind die Vereine verpflichtet zu Antrag 1 b. zur Einreichung genauer Kartotheken ihrer Mitglieder an den Vorstand nach dessen Angabe. 3. Antrag: Bei Nichtbefolgung seiner Anordnung ist der Kreisvorstana berechtigt, die Mitglieder der Vereine zu suspendieren und den Verein selbst vor dem nächstfolgenden Turntag zur Verantwortung zu ziehen. 4. Antrag: Der Turntag lehnt auf dem Gebiete der Verwaltung die vorgeschlagene Trennung des technischen Betriebes von den anderen Arbeitsgebieten als unnötige und gefahrvoll« Verpflichtung ab. 5. Antrag: Oegen den Zusammenschluß von mehreren Vereinen und Bezirken hat der Turntag soweit dies auf dem Wege der Entwicklung von allein geschieht, nichts einzuwenden; eine |B«' zirkseinteilung von oben herab durch den Vereinsvorstand ist als verfehlt und u n - ,, ,, zweckmäßig abzulehnen. II. Resolution. Der Turntag sieht in der Jugendarbeit seine wichtigste Aufgabe und halt ihre Durchführung, selbst unter Zurückstellung ianderer Aufgaben für unerläßlich. Antrag: Die Vereine werden deshalb beauftragt, die Jugendarbeit unter folgenden Gesichtspunkten in Angriff zu nehmen: 1. Ausbildung aller geeigneten Mitglieder und Jugendführer sowohl in jüdischen, technischen, als auch in erzieherischen Hinsichten. 2. Zusammenfassung der Jugendabteilungen zu Altersgruppe"' die aus je ca. 15 Mann und einem Führer, dem die gesamte Erziehung obliegt, bestehen sollen. 3. Veranstaltung von Heimabenden in den Gruppen und körperliche Erziehung sowohl im Turnen als -auch im Sport. 4. Organisatorische Zusammenfassung aller Führer eines Vereins zu einer einheitlichen Führerschaft mit eigenen Veranstaltungen. Anfrage des Südisdten Turn- und Sportoerefns Bar Kodiba-Breslau. 1. Hinzuziehung von Vertretern außerdeutscher Turnvereine (Posen, Warschau, Prag, Wien, Niederlande, Zürich usw.)' zwecks Neugestaltung der Jüdischen Turnerschaft.