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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 6 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
6 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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29 Wir werden weiter recht eifrig turnen, damit wir euch liebe Turnschwestern JJi anderen Städten, bei geeigneter Gelegenheit zeigen können, was wir schon können. Hoffentlich berichtet auch ihr anderen recht bald über eure Abteilungen! Den Leipziger Turnerinnen danken wir bestens für die durch unseren Turnbruder Dr. Holzer übersandten Grüße und erwidern sie aufs herzlichste. Vally Rosenbund, Mitglied der Mädchenabteilung. 3üdisdier Turnoerein, (Dannbeim. Die folgende Schilderung zeigt uns, wie es einem Verein ergeht, der führerlos dasteht. Der Bericht ist nach den 'Angaben der Schriftleiterin Frl. Rosel Mannheimer zusammengestellt. Bis zum 1. Oktober v. J. war unser Verein in der glücklichen Lage für die Männer- und Schülerabteilung einen eifrigen und gewissennaften Turnwart 2u besitzen. Es war dies unser Turnbruder Alex Skurnik. Ihm schon gelang es nur mit Mühe, die Abteilungen zusammenzuhalten. Seiuiem er inach Berlin gegangen ist, sind beide Abteilungen auf sich selbst angewiesen, d. h. sie turnen nur unter Leitung eines besoldeten Turnr Jenrers. Da dieser, ein Nichtjude, uns nicht zusammenhalten konnte, und das 'nteresse für uns verlor, stehen wir jetzt ganz ohne turnerische Leitung, ^'t dem 1. März büßten auch die Jugend- und Schülerinnen-Riege der Mädchen- Abteilung ihren Turnlehrer ein. Turnschwester Sofie Sommer nahm sich der letzteren Abteilung als Vorturnerin an, war aber nicht imstande, ohne einem »ortumerkursus beizuwohnen, uns weitere Leistungen beizubringen. Unsere finanzielle Lage ist derart schlecht, daß wir kaum in der Lage s,n.d, die von uns bezogenen „Jüdischen Turnzeitungen" zu bezahlen. Der maßige Beitrag der Mitglieder reichte kaum für das Honorar des Turnlehrers und für die übrigen kleinen Ausgaben aus, wir mußten durch Stiftungen unsere Defizite decken. Vom Deutschen Kreise erwarten wir hinsichtlich der 0eiden Männerabteilungen Einschreiten und nützliche Ratschläge. 3üd. Curnoereln „Bar Kodiba", Breslau, „Vierter" Im Werbelauf „Quer durch Breslau". . Unsere erst vor einigen Monaten gegründete Sportabteilung hat am °-. 5. 20. gelegentlich des Werbelaufes „Quer durch Breslau" eine Leistung 1 »* j ver<Ment festgehalten zu werden. Nachdem es Curt Friedaend er, der zurzeit in Breslau tätig ist, geglückt war, den grössten Teil üh Sporta')teilung von der Wichtigkeit des leichtathletischen Trainings zu "9CTzeugen und sofort einen intensiven Sportbetrieb einzurichten, beschlossen ■ Jr» durch die Erfolge des Trainings ermutigt, uns an diesem großen Werbeaute z u beteiligen. Es galt 20 Mann auf eine Strecke von ca. 7,4 K i I o - "ptern zu verteilen. Da der Laufdurch sämtliche Hauptstraßen Breslaus scüg eine große Beteiligung zu erwarten war, mußten die Vorbereitungen n» 1Ü Setrorfen und, besonders die Verteilung der Laufstrecken aufs gevafc j clltct werden. Obwohl kaum 14 Tage für diese Vorkehrungen Und| n waren, gelang es trotzdem, eine gute Mannschaft zusammenzustellen Snor* cn richtige Aufstellung — im Oegensatze zu den meisten übrigen rv!ld Turnvereinen — einen kaum erwarteten Erfolg zu erzielen. 9 ,,, ,D« Verlauf des Rennens war folgender: 23 Mannschaften stellten sich um ,yif morgm dem Starter. Für den B. K. startete Curt Friedlaender, Te besten Breslauer Sportsleute u. a. Hoffmann [Bezirksmeisterl (S. C. ^niesien), FÄrber (V. f. B.), Krümmel (V. f. R.), Bunk (V. B. Sportfreunde) jh Uegnern hatte. Von Anfang an, in der Spitzengruppe liegend, gelang es Stah ia 2Weiter Stelle hinter Krümmel, dicht gefolgt von Hoffmann, den woK .^"Seben. Diesen Platz ließen sich die nächsten 7 Leute nicht nehmen, u°ei besonders Hans Kuhn gegen den besten Breslauer 400-m-Läufer 6

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