Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 4 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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31 3. T. 17. Bar Kochfaa, Elberfeld-Bannen. Schon seit 1918 rang man in unserer Stadt nach einem Zusammenschluss der jüdischen Jugend und nach einigen misslungenen Versuchen entstand am 4. Januar 1920 der jüdische Turnverein „Bar Kochba". In seinem Grundungsreferat wies Turnbruder Büschel darauf hin, dass das Programm des Vereins keiner Parteirichtung folgen soll, .vielmehr sollen alle das Judentum bejahenden und auf seine Regeneration hinarbeitenden Juden ihren Jlatz darin finden. Der Verein muss nach aussen, wo es sich handelt, judische Interessen zu vertreten, als Ganzes, als Einheit auftreten. Er betonte, dass man als jüdischer Turner nicht nur darauf sehen soll, gut turnen zu können, sondern, dass man auch durchdrungen sein muss von dem inneren werte seines Volkstums. Er muss nach eingehendem Studium seiner tausendjährigen Kultur und seiner gegenwärtigen Lage aufrechter und bewusster Jude werden und es nicht bei einem formellen Bekenntnis zum Judentum lassen. Von l Urnbruder uu l- Vorsitzenden aufgenommen Montags von 8—10 abds. Mittwochs von 8—10 abds.: Samstags von 8 abds.: Somitags diesem Grundgedanken geleitet, hat der Vorstand, bestehend aus cand. med. Büschel als 1. Vorsitzenden, Tbd. Blank et als und Tbd. Leiserowitz' jr. als Schriftwart, seine Arbeiten Als ständiges Wochenprogramm führten wir ein: Turnabend, Hebräischen Kursus u. jüdische Geschichte, Heimabend, Wanderungen, 1 i u '^eses Programm ist nicht auf dem Papier geblieben, sondern tatsäcli- "cn durchgeführt worden. Mit besonderer Unterstützung des Turnvereins Cöln, der uns jede auf e'nen Vorturner zustellte, haben wir am 9. Februar die Turnabende qJSenommen und entsprechend der Kürze der Zeit gute Erfolge errungen, win ne"räische Kursus, welcher durchschnittlich von 20 Personen besucht smÜ T^eist unter Leitung des Herrn Lehrers Leiserowitz anhaltende Fortschritte auf. ' Tbd. An den Heimabenden wurden bis nun folgende Vorträge gehalten: Kaufmann, Cöln: Der Sinn der jüdischen Turnbewegung;!j?J- Fischer, Elberfeld: Die Bedeutung Palästinas; 'bd. Büschel, Elberfeld: Die Ideengrundlagen des Zeire- Zionismus; 1 "d. Kaufmann,Cöln: Die Judenfrage auf den Friedenskongressen seit der französischen Revolution, seh ftr e ^e'mabende bringen auch viel zur Förderung des kameradaitlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens bei. ein a m ^' März ds. Js. veranstalteten Kvir hauptsächlich zu Propagandazwecken reich J""'"1 fei er. Der Kulminationspunkt des gut besuchten und erfolgturn •a"?elaufenen Abends bildeten die mit lebhaftem Beifall aufgenommenen ^nenschen Vorführungen einer kleinen Musterriege des Turnvereins Cöln. eser Abend brachte uns eine Anzahl neuer Mitglieder und machte unseren H '"^JB ri ' \ ml* .> . V*"^\ ' ' M <-v I SflTRRP SATRAP Photo-Papiere-Chemikalien-Entwickler für Sport, Natur, Wissenschaft und Kunst UahmrmU erhältlloh Chcmiiche Fabrik aat Actlto (vorm. E. Scaerlnj) Berlin-Cbarlettcnbnrf 46