Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 2 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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32 erfolgte. In einer kurzen Ansprache setzte Herr Dr. M eyer die Ziele des Bar Kochba auseinander und wies auf die Wichtigkeit des Turnens für die Juden hm. Unter Leitungdes Herrn Oberturnwarts Böhme wurden her- «K,r,rngend.zu^mme"?e,fteilte Freiübungen aller Abteilungen, denen Stabubungeri der Jugendlichen, Gesellschaftsübungen der Männerriegen und rythmtscfte Uebungen der Frauenabteilungen folgten, musterhaft ausgeführt. Am Gerät e,"e «arI1en'nusterriege in Gemeinschaftsübungen recht gute Veranlagung Die pamen-Barrenmusterriege des Berliner Bar Kochiba war gut i» rorm und gab wr Bestes, und konnte so mit der Herren - Barren- und RecKmusterriege des Berliner Bar Kochba, die mit guter Besetzung antrat, den Erfolg des Tages ganz bedeutend erhöhen. Den turnerischen Vorführungen fofgte ein sehr gemütlicher Ball. Der aufopfernden Hingabe der Herren Ptaschek, ,f„'"S|. Uu Sachs [st es gelungen, die ganze Veranstaltung, die organfwickeln vorbereitet war, völlig programmäßig und gfatt abzu- Die Leipziger Judenheit, die dem Turnen bisher noch fern «tand, hatte ZT u r °ele6enheit, einem jüdischen Turnfest beizuwohnen. AM geteilten Gefühlen erschienen die meisten Besucher, kein einziger aber Wie» unbefriedigt, grosse Begeisterung erfüllte aJfe; hunderte von Neuanmeldungen, sowie menrere 1000 Mark Spenden zeugen für den über Erwarten grossen erfolg. ( I Erwähnt sei noch die herzliche Aufnahme der Berliner Bar Kocfcbaner beitrug Leipziger, die nicht zuletzt zur freudigen Belebung des Festes Wir danken unseren Leipziger Gastgebern, insbesondere den Familien Heinsen und Sachs. Freudig bewegt verliessen wir Leipzig mit dem Wunsche, mit unseren Leipziger Turnbrüdern in recht reger Führung zu bleiben. 3. 3, U, Dürnberg. Liebe Turnbrüder und Turnschwestern! Heute sollt Ihr auch einmaf von uns und unserem Turnbetrieb einige Einzelheiten hören. Nach langen, vergeblichen Werbemühen scheint endlich auch für unseren Verein die Zeit des Aufschwungs -rekommen zu sein. " * Unsere diesjährige Generalversammlung hat die Vorstandschaft zu unserer grossten Freude vollständig umgruppiert und erweitert sowie die ^atzungen vollständig abgeändert. Die technische Leitung ist endgiltig von der VervvaitungV leitung getrennt, kurz: der Turnbetrieb ist vergrössert. Zurzeit wird die Herrenriege von zirka 30-35 Turnern besucht. Die Leitung obliegt unserem ersten Turnwart, Herrn Rechtspraktikanten Thalmann. Die Damenriege, die ebenfalls von unserem ersten Turnwart geführt wird wird zuraeit von zirka, 20 Damen besucht, die in zwei Riegen turne"- Auch haben wir seit jüngster Zeit einen Vorturnerkurs für unsere Herrenriege errichtet, der von zirka, 8 Turnern besucht wird Das schwierigste Problem, das noch zu lösen ist, ist die Beschaffung eines Sportplatzes. Ein hiesiger Turnverein hat in anerkennenswerter weise seine Sportwiese zur kostenlosen Mitbenützung uns zur Verfügung gestellt so dass wir in der Lage sind, vorerst auf diesem Plätze unseren. Spörtnetneb zu beginnen und zwar am 13. Februar 1920 Vorerst sind Leichtathletik, Schlagball, Fussball Hockey ausersehen, das letzte gemeinsam mit unserer Damentiege. Unsere Heimabende, die durchschnittlich alTe 4 Wochen stattfinden^ werden von der grössten Anzahl unserer Turnbrüder und Turnschwestern besucht; An Mittelpunkt stehen die Geschiefitsvorträge unseres Turnbruder* Dr. b c! i g m a n n. Alle 8—14 Tage findet ein Ausfiug beider Riegen statt, woselbst es sehr unterhaltend zugeht. Albert Bach, II. Sportwart.