Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 1 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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27 Der Eifer, mit dem sie sich der Turnsache hingeben, ist bei einigen von ihnen vorbildlich zu bezeichnen. Bei den geselligen Veranstaltungen beteiligen sich die ostjüdischen Turner ebenfalls regelmässig und sie werden auch hier gern gesehen. Wir können wohl sagen, dass sie sich grösstenteils auch in unserem Kreise wohlfühlen. Die Vorzüge des Zusammenarbeitens liegen vor allem "i der Erkenntnis bei unseren westjüdischen Turnern selbst, dass sie auch roit den Ostjuden zusammen gemeinsame jüdische Ziele verfolgen und mit ihnen gemeinsam arbeiten können. Durch diese Erkenntnis' wird auch "äs nationaljüdische Bewusstsein gestärkt. Für die Ostjuden wiederum birgt die Möglichkeit des Zusammenschlusses sehr viele Vorteile. Sie können sich an die hiesigen Sitten leichter gewöhnen, finden eine würdige Beschäftigung für ihre Abende und gewinnen etwas Boden unter den Füssen. Von diesem Gesichtspunkte halten wir das Zusammenturnen und Arbeitjn der Westjuden mit den Ostjuden für sehr erspriesslich und für national im besten Sinne des Wortes. 3.T.-U, Dugendabteilung, Königsberg. Unsere Jugendgruppe! Das ist unser ganzer Verein, d. h. unsere Jugendgruppe umfasst alle Turner und Turnerinnen vom 14. bis zum 3a. Lebensjahre. Wir turnen alle zusammen, nicht geschieden nach dem Tag uiiscrci Geburt, sondern nach unserem technischen Können, aber alle auf demselben Juni- •»den zur selben Zeit. Selbst die Damen und Mädchen sind nicht von den Herren und Knaben auf dem Turnboden geschieden, höchstens auf dem Turn- Programm, denn da heisst es, dann und danin turnt die Damenabteiiung, dann die Herrenabteilung. In Wirklichkeit turnen wir alle funlinai. wöchentlich. Denn wir turnen mit dem gleichem Eifer, die gleichen Ucbuiigen, an den gleichen Geräten. Die Damen wie die Männer. Auch hier nur dci Unterschied der Leistung, der Turnriege. Sind wir also eine Jugendgruppe, oder sind wir ein Turnverein der Erwachsenen! Wir wissen es nicht. Haben uns das wohl auch noch nie überlegt. Wir sind der iW. Turniimd Sportverein Königsberg i. Pr., der sehr viel junge und sehr viel alte Mitgliedei li.il. Wer „jung'- und wer „alt" ist, ist auf dem Turnboden und an der Turnkkidung schwer zu unterscheiden. Sehen doch alle im Turndress sehr jung aus, besonders die Damen. Ja, ja, es kommt fast jeden Turnabend ein neuer Gast zu uns, der feststellt: aber das sind ja alles noch halbe Kinder in eurem Verein. Wir lassen ihn bei diesem Glauben, versichern ihm nur, dass auch er wieder juiii! werde, w\:nn er mitturnen wird. Und es fallen doch so viele damit herein! Peritz. Düdisdier Turnverein Posen. bef.ndlichen , Wiederholt ist der Versuch Ä^^^^voh innerhalb unserer k.egen Juden aus Polen zum Turnen heranzugehen sowon Jahre bestanden und als auch in einer besonderen Riege. Eine solche na ziemlich fluktuierende, war von 10-12 Teilnehmern besucht Da e> »«* schliesslich losste sich die Element handelt, wechselte der Bestand!>a«'&.»^te Ostjuden. Unsere cht- Riege auf. Zurzeit turnen bei uns nur ^rein/eite^ se,bst.incl!g ßcmaligen Turnbrüder Baer und B«™**!^.,^ berichten können, macht haben, werden Euch alles austunmener Von der Deutsdien Turnersdiaft. ,ier pP'e Verhandlungen zwischen der Deutschen Turner schaft und geOn sehen Sportbehördc für Athletik, die etwa zwei Jahre lang ist P^C" .wJ?rden s'nd, haben nunmehr endlich zu einer Einigung geführt. Es beriril6 ■Ar°eits8eroems'chaft erzielt worden, deren Richtlinien m einem SitzungsniedM i e.rweiterten Vorstandes beider Parteien vom 21. Dezember 1910 uergeiegt sind. Wir behalten uns vor, auf eine Würdigung dieser bedeutsamen r»«on zurückzukommen.