Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 8 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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42 Organisation, und dann Herrn Professor Dr. Heinrich Loewe, der v<*. klJ"en! »einen fünfzigsten Geburtstag feierte, und zu den ältesten und eifrigsten Vorkämpfern des Zionismus überhaupt und besonder» der natranalKidisdien Jugendbewegung in Deutschland gehört. ' Nachstehenden. Aufruf aber empfehlen wir der tätigen Beachtung unserer Leser. Aufruf des JOdisdren Nationalfonds zu Max Nordaus 70. Geburtstag, wenn nente der Traum zweier Jahrtausende Leben gebiert, so verdanken wir das in erster Linie neben Theodor Herzl unserem Altmeister MaxNordau. der am 29 Juli 1919 Sein 70. Lebensjahr vollendet. Wenn Herzl, ein neuer Moses, dem Judentum wieder den Weg wies, aus der Wüste des Qolus in die sonnte derlnRedeS° *" daU der Rufer zum Streit> der sprachgewaltige Meister Wie könnten wir Nordau besser ehren, als durch eine Schöpfung 'im Lande unserer fukunft, als wenn wir einen Teil des uns teuren Bodens, ui dem die Geschlechter unserer Vorfahren ruhen, mit seinem Namen verbinden! , , - unsere Volksgenossen, die in engen Gassen und düsteren Stadthäusern verkümmerten, die bleich und engbrüstig während der Zeiten des Oolus heranwuchsen, sollen wieder die Fühlung mit der Natur finden. Ihre Hauser werden in grünenden, lachenden Gärten liegen, umrauscht von Bäumen. ..nenL,eine k^äfti«e und gründe Jugend aufwachsen wird. Sonne und Lrcht sollen blasse Wangen röten, und gesundes Blut in den Adern der Bewohner pulsieren lassen. Das Heimatgefühl muss mächtig erblühen durch die Liebe zur bcholle. Und diese Liebe wollen wir nicht nur den Söhnen der Bauern einpflanzen, sondern auch den Kinldern der Städte, die lebendigen Erdijerucb atmen werden. 6 Der Jüdische Nationalfonds kann Nordaus Namen nicht besser ehren, als wenn er den Boden für eine solche Gartens iedlunff, die „Nordau- Stadt" erwirbt, auf dem, zu volkstümlichen Preisen erbaut, Wohnungen für eine grosse Menge von glücklich nach Palästina Heimgekehrten sich erheben sollen. Zionisten, Juden aller Länder! Es gilt, den notwendigen Betrag von 10 Millionen Francs so schnell als möglich aufzubringen, zeigt, wie ernst es Euch um unsere Sache ist, um die Wiedergeburt und Kräftigung unseres Volkes. Zeigt, dass es Euch ernst darum ist, die Männer zu ehren, die ihr bestes ein Menschenalter hindurch einsetzen, für unsere grosse Sache Ein Volk ehrt sich selbst in seinen grossen Söhnen' Darum zeigt durch Opferwilligkeit Eure Liebe und Eure Dankbarkeit für Max Nordau, für den Altmeister des Zionismus Vemaftungskomitee des JOd. Nationalfonds: Jean Fischer. J. H. Kann. Nehemia de Lieme. Max Sch lössi nger. Den Haag, Tainus 5679. Das Hebräische Sekretariat, Berlin W., Sächsische Strasse 8, plant f"r P o ,» November d»eses Jahres die Eröffnung eines Hebräischen Seminars i? ,Berl,n> dessen Zweck sein soll, hebräische Sprachlehrer für Deutschland um» Palästina heranzubilden, sowie Philologen, Juristen, Aerzte, Kaufleute usw., die ihren Beruf in Palästina hebräisch ausüben wollen, Gelegenheit zu grÜndncne» Vorbereitung zu geben. Der Unterricht wird täglich 2—3 Stunden in Ansprucn nehmen und mehrstündige häusliche Arbeit erfordern. Die Ausbildung wird etwa U/t Jahre «Jauern und von theoretisch wissenschaftlichen wie praktischen (OesicM»- punkten geleitet werden. Das Schulgeld beträgt 50 Mark pro Monaf. Vorausgesetzt wird die Fähigkeit, einen leichten Bibertext ohne Vorbereitung überseteert zu können, sowie Kenntnisse der Grundzüge der hebräischen Orammatik. AJJr Anfragen, Zuschriften usw. sind zu richten an das Hebräische Sekretariat der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Berlin W. 15, Sächsische Strasse »•