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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1919-01-01 · 1 (1919) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
20 (1919)
Issue
1 (1919)
Date
1919-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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treiben. Eine Reorganisation steht bevor. Der B r e s 1 a u e r^Turnvetein liegt ziemlich danieder, doch wird es ihm hoffentlich gelingen, mit frischem Mut bald wieder neu zu erstehen. In Leipzig soll ein Turnverein gegründet werden. Die Turnvereine in ganz Deutschland müssen, sich gegenseitig helfen, Anregungen austauschen, Sportfeste und gemeinsame Schauturnen veranstalten, kurz und gut, sie müssen in jeder Weise zusammenstehen, damit der große Schwung, der durch die jüdische Jugend jetzt geht, voll und ganz von den Turnvereinen ausgenutzt wird. Jüdischer Turnverein Bar-Kochba Hamburg. :i Es hatj-sich herausgestellt! daß die Beschuldigung, des J. T. V. Bar Kochba, Hamburg hätte eine große Schuldenlast, njcht zutreffend ist. Es ist fjchtig, daß dem J. T. V., Bar Kochba, Hamburg der Beitrag ermäßigt worden wan Diesen ermäßigten Verpachtungen ist Hamburg nachgekommen. . Jüdischer Frauenbund für Turnen und Sport Berlin. Der Verein teilt mit:!Zu Beginn des Wintersemesters haben wir uns entschlossen, eine ganz strenge Konzentration bei unserer Arbeit durchzuführen. Da wir die Turnhalle unserer 2. Abteilung am Schleswiger Ufer nicht mehr bekommen können, so haben wir nur unsere 1. Stammabteilung in der Steglitzerstraße beibehalten und turnen auch hier nur einmal wöchentlich am Donnerstag von '/Jä—XO Uhr. Von 8- '/a9 findet vor dem Turnen der Vorturnerinnenkursus statt, für den wir einen geeigneten Leiter gefunden haben. Unsere Vorturnerinnen nehmen regelmäßig und mit viel Eifer an dem Kursus teil. Im Ganzen sind wir mit den Maßnahmen, diu wir zur Belebung des Turnbetriebes und des Vereins'eberis geti offen haben, zufrieden. In der Frauenabteilung wird regelmäßig geturnt. 'Die Beteiiigang hebt sich allmählich, und so scheint ein frischer Zug in den Verein zu kommen. Die wöchentlichen Heimabende, an denen wir durch geeignete Lektüre jüdische Kenntnisse und Ii.t. .esse für Jüdische Dinge pflegen? werden hoffentlich dazubeitragen, auch d»n persönlichen Zusammenhang zwischen den Mitgliedern und mit dem allgemeiner jüdischen Leben immer fester zu gestalten Schwierigkeiten bestehen für unsere Aiädchenabtei Iu n g e n. die wir wahrscheinlich auch in der Steglitzerstraße w< rden zusammenlegen niüssenf wenn wir für die erste Abteilung, die bisher in der Halle am Schiewiger Ufer turnte, nicht eine andere ^lalle in dieser Gegend finden. Es wird natürlich Nachteile haben und eine ganze Reihe von Abmeldungen btingen, wenn w'r die Kinder aus den verschiedenen Gegenden in einer Abteilung vereinigen n.'lst .Tt» Auch für die Kinder der Mädchenabteilungen . haben wir wöchentliche t,ty li^mittage eingerichtet. Das Chanukka-Fest feierten wir wie immer fr Vn letzten Jahren in unserer Vereinswohnung in der üblichen zwanglosen Vi ,1se mit den Kindern und den erwachsenen Mitgliedern. Wenn wir nicht fürchten müssten, daß von neuem eintretende Unsicherheit in Berlin unserer Arbeit Abbruch tun wird, so könnten wir mit berechtigten Hoffnungen auf ein neues Aufblühen unseres Vereins in die Zukunft sehen. Bei den heutigen Verhältnissen gilt es abzuwarten, wie sich alles entwickeln wird und, soweit möglich, unbeirrt für uns unsere Sache weiter zu arbeiten. Verantwortlich für die Redaktion Dr. Herman/iLelever, Berlin. Drnck: Buchdruckerei „Silesia", Berlin NO 55. Winsstraße 5Ü. 16

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