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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1918-09-01 · Fünfte Kriegsnummer (September 1918) · p. Seite 27

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Fünfte Kriegsnummer (September 1918)
Date
1918-09-01
Page
Seite 27 (sequence 27)
Language
German
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No, 5 27 bewegt, haben wir inbezug auf die Erziehungsarbeit zielbewußte Arbeit begonnen. Wir berichten zunächst über den Betrieb in den Riegen: Es wird in je einer Männer-, Frauen- und Kinderabteilung geturnt. Während der Besuch in der Männer- und Frauen ab tei-* 1 u n g starken Schwankungen unterworfen war — 5—25 — war in der Kimderabteilung eine ständige Frequenz von 20 Jungens und Mädels zu verzeichnen. Das Turnen in der Frauen- und Kinderabteilung steht unter Leitung einer jüdischen Turnlehrerin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, neben dem Geräteturnen rythmisch-gymnastische Uebungen zu pflegen; als erste Vorturnerin im Frauenturnen steht ihr Tumschwester Luft (früher Ifftus) zur Verfügung. Das Männerturnen wurde von dem Kriegsturnwart Baer und den Vorturnern Brill, Ball und Hirsch geleitet. Die im April unter Leitung von Turnbruder Balll reorganisierte S port a bt e i 1 u n g mußte mit dessen Versetzung nach ungefähr 10-wöchentlichem Training den Betrieb wieder einstellen, da die übrigen Vorturner für die Leitung dieser Abteilung nicht in Frage kommen. Unsere wiederholt und auch in diesem Halbjahr unternommenen Versuche, eine besondere ostjüdische Abteilung für die zahlreichen hier beschäftigten Ostjuden zu gründen, müssen trotz größter Bemühungen als gescheitert betrachtet werden. Einzelne Ostjuden dagegen turnen fleißig bei uns und haben sich uns angesdilossen. Wanderungen wurden regelmäßig alle 3—4 Wochen unternommen. An der am 21. Juli 1918 in Lissa veranstalteten Treffahrt Her national-jüdischen Vereine Posens und Schlesiens beteiligten wir uns mit 12 Turnschwestem und Turnbrüdern. Wir appellierten in der Verhandlung wiederholt an die vertretenen Organisationen, der Arbeit der Jüdischen Turnersichaft mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die nationale Erziehungsarbeit hat . insofern eine Vertiefung erfahren, als wir neben dem vollständig eingebürgerten „Sonnabend-Heimabend“ der selbst jetzt im Hochsommer von mindesten 20 Personen besucht ist, besondere Heimabende für die Männer- und Frauenabteilung eingerichtet haben. Die Leitung der Heimabende ist den Turnbrüdern Samuel, Elias und den Turnschwestern Freimann, Leiser und Silbermann übertragen, die sich ihrer Aufgabe mit Geschick und Interesse entledigen. An den Sonnabendheimabenden werden meistens Referate gehalten. Es sprachen in der Berichtsperiode: 1. Dr. Schereck: Geschichtliches zu den Kongressen. 2. Wollheim: Palästina als kritische Zone. 3. Else Läufer: Die Aufgaben unserer Frauen. 4. Erna Neumann: Die Jüdin von heute. 5. Feblowicz: Vorläufer des Zionismus. 6. Thea Moses: National-jüdische Forderungen an unsere Frauen. 7. Frieda Baer: Grundsätzliches zur national-jüdischen Frage. 8. Samuel: Bialik „Ein hebräischer Dichter.“ 9. Rosenfelder: Warschauer Eindrücke. Gegenwärtig hält Dr. Freundlich einen Vortragszyklus über ».Die Juden der Gegenwart“ nach dem Ruppinschen Buche ab, der bei den Mitgliedern starkes Interesse erweckt; den einzelnen Verträgen schlossen sich fast regelmäßig Aussprachen an. Mit unseren Tumbrüdern im Felde stehen wir nach wie vor ln lebhaftem Verkehr und Gedankenaustausch. Unsere Bibliothek wird

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