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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1917-03-01 · Zweite Kriegsnummer (März 1917) · p. Seite 17

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Zweite Kriegsnummer (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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No. 2 1/ war, da|» Hunderte von Leuten iortgeben mußten, ohne Eintrittskarten zu erhalten und das außerordentlichen Beifall fand. Einhundertzwanzig Turner beteiligten sich an dem Einmarsch und marschierten nach den Klängen der Hatikwah und anderer jüdischer Lieder ein. Die turnerischen Leistungen, besonders die der Zöglinge, sowie bei den Freiübungen wie an den Geräten» waren tadellos. Die Pfadfinder, die besonders meist assimilierten Familien angehörig, der hebräischen Kommandosprache diszipliniert gehorchen konnten, machten einem sehr guten Eindruck, und als sie die Hatikwah anstimmten, fielen alle Gäste unter stürmischem Beifall mit ein. Am Dienstag, den 26. Dezember 1916, nahm die Beratung der Delegierten ihren Fortgang. Es wurde hauptsächlich über die Sprachenirage verhandelt, einige Delegierten verlangten die hebräische Sprache als die Umgangssprache der Turner, während andere nur Jiddisch (Chargon) als die Hauptsprache durchzuseztem bemüht waren, Nach längerer Debatte wurde als Kommandosprache hebräisch angenommen, während als offizielle Vereinssprache auf den Vorschlag des Herrn Redakteur Lasar K a h a n - Warschau Hebräisch wie Jiddisch als gleichberechtigt angenommen wurde. Die hebräische Kommandosprache soll jedoch erst dann eingeführt werden, wenn sie so ausgeübt wird, daß sie im Turnbetrieb keine Schwierigkeiten verursacht. Wegen der national-jüdischen Tendenz entspann sich eine erregte Debatte, da ein Teil der Delegierten mit entgegengesetzten Direktiven von ihren ''«reinen entsandt waren. Die Debatte hatte die Annahme der durch den Organisations-Ausschuß vorgeschlagenen Satzung zur Folge. Die Annahme ««r ersten Satzung des Paragraphen des Verbandes, die den Satzungen der Jüdischen Turnerschaft entsprach, rief eine ungeheure Begeisterung in der Konferenz hervor. Dem Zentral-Verband gehören sämtliche jüdischen Turn- und Sport- ■ vereine in Polen au. Der Zentral-Ausschuß des Verbandes hat seinen Sitz in Lodz. Dieser Zcntral-Vcrbands-Ausschuß besteht aus 12 Herren, und zwar: Dr. L. Prybulski, Vorsitzender, Redakteur J. Uger-Lodz und M. Scheinberg als stellvertretende Vorsitzende, A. Morgenstern als Schriftführer. A. Zydecz als Kassierer, L. Morgenstern-Lodz und Rusfeld-Czenstochau, Ehrenvorsitzende, Herr Distilier-Wloclawek, L. Qoldberg-Plock, S. Weizmann und S. Poretzki-Warschau, H. Wolkowicz-Kalisch und Herr Steinmann-Tomaschow a|s Beisitzer. Das Budget für 1917 ist aui 2000 Rubel festgesetzt worden. Davon 1000 Rubel zur Herausgabe eines Turnorganes in jiddischer Sprache1. Es 'vurde sogleich nach der Beratung eine größere Summe (ungefähr 1200 M.) unter den Anwesenden gesammelt und es verpflichteten sich sämtliche Tnrnv«reine Polens monatlich für jedes aktive Mitglied 5 Kopeken an die Verbandskasse zu zahlen. Der bekannte Philantrop, Herr Markusier aus '■'Zenstocbau, der den Beratungen beiwohnte, spendete 100 Rubel. Zum Schlüsse dankte Herr Weizman - Warschau der Organisations- 2°nnnission und dem Vorstände des Lodzcr Vereins für die unermüdliche Arbeit zur Verwirklichung eines Zentral-Vcrbandes der jüdischen Turn- und Sportvereine in Polen. Der Organisations-Kommission hatten folgende Mitglieder aus Lodz ^ngehört; Herr Dr. Prybulski. Redakteur J. Uger, B. Poretzki. M. Scheinberg.

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