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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1916-12-01 · Erste Kriegsnummer (Dezember 1916) · p. Seite 12

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
1916-1918
Issue
Erste Kriegsnummer (Dezember 1916)
Date
1916-12-01
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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12 No-. 1 jüdischen TurnerScliaif berühren, und die daher, ganz abgesehen von der Behinderung der 'männlichen Mitglieder durch ihre' militärischen Pflichten unmöglich von einer Versammlung lediglich der deutschen KreisVereine entschieden werden könne. Aber von diesen formalen Gesichtspunkten abgesehen, müsse er sich auch sachlich gegen die Wünsche des. Fräulein Thomai schevvsky wenden. Bisher wären wir in Jeder Beziehung von der zionistischen Organisation unabhängig gewesen, wenn wir auch durch die Gemeinsamkeit unserer nationaljüdischen Grundansc.hauungen in sehr vielen Fragen gemeinsame Arbeitsmöglicbkeiteh hätten. Eine Aertderung dieses Zustandes läge weder im wohlyerstandenen Interesse .der zionistischen Organisation, noch in? Interesse der Turnerschäft. Eine Bewegung, die Jugendarbeit treibt, könne sich Unmöglich mit politischen Bewegungen idehtifiziefeth lassen- Außerdem liegt es wohl nur in Deutschland so, daß Nationäliudentum> und Zionismus sich im allgemeinen in denselben Personen verkörpern. In anderen Ländern stände ein. sehr großer Teil des nationalen' Judentums außerhalb der zionistischen Organisation. Die Turnerschäft könne aber sich diese Kreise durch eine Parteisteilung nicht verschließen■ lassen, sondern müsst ihre Haltung so einrichten, daß die gesamte bewußt-jüdische Jugend sich in ihferi Reihen sammeln könne. ■ 1 ••.'•"■•Die Referentiii sagt;'es solle selbstverständlich nicht davon 4fe Rede sein, .über unsere Stellungnahme zur Zionistischen Organisation eingreifende Beschlüsse zu fassen.' ‘ Es habe ihr-und dem Verein, den sie vertrete,' nur daran gelegen;' die berührte Frage, die ihr von, praktischer Wichtigkeit zu sein scheine;- anzuschheiden; um die Gedanken der anderen Vertreter auf diesen Oedärikenkortplex hinzilweisfcn. f -‘'"'.v ' " . . : .'Es wird von Seiten der anderen Vertreter mehrfach prinzipiell 'Stellung zu der Frage genommen, die Ansichten neigen' sich mehr der Meinung des Herrn Kareskl zu. 1 ■ r Ein Airtrag" de's J. T. V. Posen auf Abschluß einer UnfällversicheruftK für die Vereine im deutschen Kreis; die Jeinen Anschluß an eine Versicherung wünschen, wird1 dem Kriegsäusschuß ztir Erledigung überwiesen. Rechtsanwalt E x i h e r beantragt, dem Kriegsausschüß anheimzüstelien, tinfe von ihm vorgeschiagene Resolution der Kriegstagung in der Tagespressc zu veröffentlichen, die sich gegen die Aeußerungen eines Abgeordneten iw Deutschen Reichstage wendet. Diesem Antrag wird stattgegeben und dev Kriegsausschuß wird beauftragt, nafch seinem Ermessen zit verfahren. Herr’H i r S c h dankt Frl. Zucker für ihre aufopfernde Tätigkeit, besöiiders seit Ausbruch des Krieges. ' Herr Dri W e i g e r t spricht'namens der Versammlung Herrn Schote» den Dank für seine treffliche Leitung der Tagung aus. ' Schluß der Tagung $ Uhr; ' ‘ v -V. Al« Moabit 105. 1

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