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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-05-01 · 3 (Mai/Juni 1914) · p. Seite 97

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
3 (Mai/Juni 1914)
Date
1914-05-01
Page
Seite 97 (sequence 27)
Language
German
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No. 3 97 Werften, Hochsprung, Weitsprung. Die Bestleistung im Kugelstoßen war 8<12 m, im Diskuswerfen 21,77 m. Wenn auch die Leistungen an sich mäßig sind, so sind bei der Jugend der Anfänger (16 bis 18 Jahre) doch bei eifrigem Training gute Resultate für die Zukunft zu erwarten. R. J. T. V. Breslau. Am 28. Februar hatten wir unser zweites großes winterfest, ein „Marktfest in Rechoboth“. Das Fest, das einen vorzüglichen ''erlauf nahm, war ganz in palästinischem Stile gehalten. Die Ausschmückung des Saales bunt und orientalisch, beherrscht von den jüdischen Farben und den hebräischen Budenschildern. Man sah eine Menge höchst geschmackvoller Kostüme. So entstand ein flottes Leben auf dem Markt, auf dem — umgekehrt wie in Palästina — die Frauen in der großen Majorität waren. Das ist das Einzige, was in Zukunft anders werden muß. Sonst aber wünschen wir uns bei allen kommenden Festen nur denselben moralischen und finanziellen Erfolg, nur dieselbe freudige Mitarbeit aller Turnvereinskreise, wie damals. Allen Mitarbeitern, insbesondere den Budenhüterinnen, den Tänzerinnen und Tänzern, vor allem auch dem Genius des palästinischen Tanzes sei hiermit noch einmal herzlich gedankt. Posen. Großes öffentliches Schauturnen des Jüdischen Turnvereins. Das gerade in letzter Zeit im ganzen Lande anschwellende Interesse für Turnen und Sport hat an den Toren unserer Stadt nicht Halt gemacht, ln alle nichtjiidischen Vereine hat dieser neue Wind Samen gestreut und wer ein Auge für diese Dinge hat, konnte beobachten, wie sie auch hier Wurzeln zu fassen im Begriff sind. Wir im Jüdischen Turnverein haben der Entwicklung nicht als Zuschauer gegenüber- Kestanden. Auch wir waren uns bewußt, daß wir als Juden unseren Mann Zü stellen haben und haben im vergangenen Sommer — wie seinerzeit in diesen Heften berichtet — an einem großen Sportmeeting, das seitens des rtsausschusses für Jugendpflege anläßlich der Jahrhundertfeier hier verunstaltet wurde, die erste Aufmerksamkeit auf uns gelenkt. Es ist kein £weifel daran, daß unsere Beteiligung hierbei den leitenden fachmännischen Preisen Veranlassung gegeben hat, auf unsere neueste Veranstaltung ihr gngenmerk zu lenken. Auch Vertreter der Jüdischen Oemeinde waren unserer mladung gefolgt und wir konnten konstatieren, daß die Darbietungen einen reudenstolz in ihnen auslösten. Die größte Turnhalle hatte uns die Stadt zur erfügung gestellt. Schon lange vor Beginn war der Zuschauerraum dicht gefüllt. Pünktlich zur festgesetzten Zelt ertönte das Signal unseres ersten urnwarts Sachs, der das Oberkommando hatte und die vier Männerriegen arschierten an ihre Geräte. Erste Riege turnte: hohes Pferd mit Tamrm; zweite: Barren; dritte: Ringe mit Schnur; Jugendriege: d„Urt?lauf; alles Pflichtübungen. Alsdann folgten gemeinsame Freiübungen 2 r Männer- und Damenriegen, die ein besonders schönes Bild durch die sammenstellung und exakte Ausführung boten. Dann kam „Wippen im Prungtuch", wobei einzelne Saltos von Beifall begleitet wurden. Nun arschierten die drei Frauenriegen auf: erste Riege: Barren; zweite: dritte: Leiter. Die starke Zahl aktiver Turnerinnen hat bei Fepü* m Zuschauer Bewunderung hervorgerufen. Weiter traten zwei Cln 'erpaare in Aktion, die das Bild abwechslungsreich gestalteten. Den g u bildeten natürlich die Kürübungen der ersten Riege am Reck und *"ren- Hier bot jeder Einzelne eine Glanzleistung. Die Vorführungen wurg» ,Keschlossen mit unserer Attraktion, dem „Gewehrsprung", der großen Das ir ^urcb die außerordentliche Höhe, die erreicht wurde, hervorrief, in d ^rtei* a’*er war etn einmütiges und ist angebracht, uns zu stärken ®r Arbeit, die wir auf diesem Wege weiter fortzuführen beabsichtigen. q« Abend vereinigte ein Kommers einen größeren Teil der Mitglieder und e bis nach Mitternacht. Rechtsanwalt Dr. Kollenscher drückte in

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