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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-03-01 · 2 (März/April 1914) · p. Seite 53

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
2 (März/April 1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 53 (sequence 17)
Language
German
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No. 2 53 namentlich der Schuljugend — Liebe zur Natur zu erwecken, sowie ihren Körper, Geist und ihre Willenskraft zu stählen und dadurch ein körperlich und geistig gesundes jüdisches Geschlecht heranzubikien. Herr Harburger betonte in der Programmrede, daß es notwendig sei, die jüdische Jugend, die durch die geschichtliche Entwicklung in großen Abstand zur Natur geraten, körperlich zu ertüchtigen. Außer den rituellen Bedenken ständen noch innere Gründe dem Eintritt der Juden in die allgemeinen Vereine entgegen; der gemütliche und geistige Konnex — den der jüdische Wanderbund schaffe — fehle dort häufig, ein künstlich erzeugter sei weder von Dauer noch von Nutzen. Der Frankfurter Wanderbund wolle alle jüdischen Richtungen einen; er habe nur ein Bestreben: eine kräftige, selbstbewußte jüdische Generation heranzuziehen. Nach kurzer Diskussion wurden die Statuten angenommen, sowie folgender Vorstand gewählt: I. Vorsitzender Dostrat Joseph; Führerschaftsleiter Referendar Wohlfarth; Schriftführer und Kassierer Walther Sundheimer; Beisitzer L.Braunschweiger und Karl Rosenheimer. In die Führerschaft wurden gewähllt: Frl. A. Kassel, Frl. Thessie Kauffmann, die Herren Theo Harburger, Dr. Seligmann, W. Sundheimer, Ref. Wohlfarth Eine größere Anzahl Damen und Herren traten sofort dem J- W. B. als Mitglied bei. Hamburg. Ruderabteilung des J. T. V. Bar Kochba. Am 8. März fand das diesjährige Anrudern statt. Die Abteilung ist durch den Umstand, daß gerade die tüchtigsten Ruderer jetzt beim Militär sind stark geschwächt. Das hindert jedoch nicht, die Sommerarbeit mit allem Eifer aufzunehmen. Bei günstiger Witterung sollen schon in allernächster Zeit größere Fahrten unternommen werden. Das erste Training der neu eintretenden Mitglieder fand am 15. März im Bootshause am Stormsweg statt. Wir legen vor allem Wert darauf, die Einrichtung des Bootshauses auszugestalten, um den Aufenthalt in demselben recht angenehm zu machen. Aus diesem Grunde sehen wir es auch sehr gerne, daß unsere nichtaktiven Mitglieder, die Besitzer von Privatbooten sind, dieselben bei uns einstellcn. Alle Zuschriften und Anfragen sind an die Adresse des Herrn Hugo Goldschmidt, Hansastraße 43, zu richten. Hannover. Die Vereinigten Turnerschalten (Jüd. Turnerschaft und 1 urnvereinigung von 1904) feierten am 8. März ihr zehnjähriges Stiftungstest. Der Verein, welchem in den ersten acht Jahren seines Bestehens von gewissen „jüdischen“ Kreisen die größten Schwierigkeiten in den Weg geiegt wurden, hat es verstanden, sich in den letzten Jahren gut zu entwickeln, so daß er jetzt einen Bestand von ca. 70 Mitgliedern auiwelsen kann. So zeigte denn auch das am Nachmittag stattgefundene Schauturnen den zahlreichen Zuschauern, daß der Verein In seinen Leistungen mit seiner Entwicklung gleichen Schritt gehalten hat. Am Abend versammelten sich die •eilnehmer in den Sälen des Hansahauses, wo die Vertreter zahlreicher hiesiger und auswärtiger Korporationen und Vereine ihre Glückwünsche dardrachten und ein von den Damen des Vereins gestiftetes Banner überreicht wurde. Ein Festball, welcher sich bis in die frühen Morgenstunden aus- Qehnte, beschloß den gut verlaufenen Tag. . Nürnberg. Jüdischer Turn- und Sportverein. Am 29. Januar 1914 &ud unsere ordentliche Generalversammlung statt. Die Beteiligung war uußerst lebhaft und besonders erfreulich war das rege Interesse der Damen, die in großer Anzahl erschienen waren. Vom Bericht des Herrn sh| r®si Ist zu erwähnen, daß der Jüd. Turn- und Sportverein becnlossen hat, für die kommende Arbeltspericde verschiedene Einzelriegen “^nden und zwar für Wanderungen, Tennis, Fechten, Reiten usw. Es stell ‘erner verschiedene Veranstaltungen geplant zum Zwecke der Herung eines engeren Konnexes zwischen der Damen- und Herrenriege.

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