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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1914-01-01 · 1 (Januar/Februar 1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
15 (1914)
Issue
1 (Januar/Februar 1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Südifdie Monakketts für Curnen und Sport Organ der Jfidifchnalionalen Jugendbewegung Berausgegeben von der „Aüdlkdsa Cumerfdiaff" Sohrg, 15 Bekt 1 Berlin W.15,,BBIelbfreusfr. 25 Januar/kebruar 1-14 Nachdruck der nachfolgenden Origlnalaufafttze Alle Stnd*n|M M dl» ZWtrili. ist nur mit |MMftr Quellenftngabe gestattet Fernapr.: Steinplatz 8381. Unsere zweite Pal&stinatiirnfalirt. Zum Q e 1 e i t. Palästina ist uns nahe gerückt. Und wir sind Palästina näher gekommen. Die Technik hat die Weite verengt und hat Brücken über die Meere gespannt- Die nationale Sehnsucht hat Zion vom Himmel herniedergeholt und wieder auf die Erde gesetzt. Palästina ist auch.den Juden wieder heilig geworden; das heilige Land einer Hoffnung. Die Angst, die einst den Namen selbst von Zion und Jerusalem aus den Qebetbüchern verbannt, weicht langsam zurück. Die Verheißungen der Propheten, lange Vorwurf nur der homiletischen Umdeutung und Entleerung, sind wieder lebendig geworden. In der Not der schweren Tage, in der Sorge um unser Volkstum, das in sich birgt das Erbe unseres religiösen Geistes und unserer Verpflichtung, in der Zerstörung unserer Einheit, die uns allein die Kraft des Widerstandes gab, fanden wir den Heimweg zu den alten Stätten und wurden fröhlich. Ein fröhlicher Tatwille griff das Werk an, Palästinas Erde zu befreien: von dem Schutt der Jahrhunderte, von dem Fluch der Unfruchtbarkeit, von der Schmach des Vergessens. Aus Stolz und Treue ward dieser Wille geboren, und aus der Not des Leibes und der Seele machte er sich stark für die Zukunft. Müde Augen blickten einst nach Zion. Dort wollten sie sich schließen zum langen Schlummer, bis daß sie mit hellem Glänzen den Tag der Auferstehung sähen. Nun wenden sich unsere Blicke klar und leuchtend wie Junger Morgen zu unserer Volkshelmat, dem Werke zu, das den Vertriebenen unseres Volkes eine neue Heimat ebnen, dem Ideal unseres Volkes Altäre richten will. Palästina ist durch uns, wir sind durch Palästina Jung geworden. Die Erde trägt wieder Früchte. Die Lüfte tragen wieder die Laute der alten Sprache. Der Zuruf der Jugend aus den Ländern des Oaluth hat die Mühsal der Pioniere leicht gemacht. Der Segen ihrer Arbeit hat unsere Begeisterung geschürt und unsere Verpflichtung erregt.und so freudig gemacht. Was die Zukunft bewußt und In großen Inhalten schaffen wird, läßt die Gegenwart ahnen: die Wechselwirkung von Oaluth und Erez Israel, Geben und Empfangen zugleich. Die nach'uns kommen, mögen dieses Werkes Vollendung schauen. Unsere Begnadung ist es, Zeugen des Beginnens zu sein. Gehet mit eigenen

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