Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 8 (Dezember 1913)
- Date
- 1913-12-01
- Page
- Seite 254 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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254 No. 8 Wettspiel - Resultate: 1. Hockey-Match: Hakoah-Wien—Bar Kochba-Berlin 1 : 0. 2. Fußball-Matches: Hakoah-Wien—V. A. C. Budapest 1 : 0, Hakoah (Reserven) gegen Team aus Krakau und Lemberg 4 :2. Vereinsfünfkampf um den Wanderpreis des Zionistischen Aktionskomitees: 1. Budapest; 2. Wien; 3. Berlin; 4. Lemberg. Zur allgemeinen Beurteilung ist noch zu sagen, daß es außerordentlich schwer für die Veranstalter war, auch nur einen ungefähren Ueberblick über die Größe der Beteiligung und die Güte des Sports zu gewinnen. So wurden von unseren Sportsleuten all die typischen Fehler der Anfänger gemacht: zu viel Meldungen ohne Aussicht. So mußtn unter den vielen Vor- und Zwischenkämpfen die Leistungen stark leiden. Dann kann man auch nicht gut an einem Tage ein halbes Dutzend schwieriger Konkurrenzen austragen. Dann war das Programm sehr reichhaltig, die Zeit aber kurz, '«t Koth (Budapest) gewinnt das 400 m Laufen. dementsprechend die Abwicklung flott. Die Vorbereitungen waren gut, wenn man bedenkt, daß der ganze Platz einzurichten war, wenngleich auch einige Einzelheiten wichtigerer Dinge wegen vernachlässigt wurden. Nichtsdestoweniger sei allen, die an dem Gelingen des Festes mitgewirkt haben, fiir ihre teilweise ganz außerordentliche Mühe und Arbeit der gebührende Dank zuteil. Den Lohn ihrer Arbeit werden sie darin sehen, daß das Sportfest den Widerhall weckt, den wir erwarten, ' ★ Den Abschluß des Ganzen bildete ein Kommers im Sophiensaal. Auf die Ansprache von Greifenhagen antwortete David Wolffsohn. Wir waren freudig überrascht, aus dem Munde Wolffsohns zu hören, daß er die erzieherische Aufgabe der jüdischen Turnbewegung für die Gegenwart höher einschätzt als die rein intellektuelle Ausbildung des Verstandes. Packend wußte er vom I. Schauturnen in Basel zu erzählen: Nach dem Schauturnen fragte er Herzl, wie es ihm gefallen habe. Sehr gut, nur seien es zu wenige, war die Antwort. Es turnten damals nur einige Dreißig. Auf dem Wiener Turnfest