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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-12-01 · 8 (Dezember 1913) · p. Seite 250

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
8 (Dezember 1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 250 (sequence 16)
Language
German
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250 No. 8 Turnen und Sport Das Turnfest in Wien. Wir haben in Wien unsere Erfahrungen wieder um eine bereichert. Früher begründete man die jüdische Turnbewegung damit, daß wir Juden ein schwaches Volk seien. Wir haben in Wien einsehen müssen, daß das nicht richtig ist. Wir haben eine zahlreiche, mannhafte, frische Jugend. Uns Turnern sollte dieses Selbstgefühl eigentlich nicht neu sein. Kommt es uns doch bei jeder neu erlernten Uebung zum Bewußtsein, daß wir selbst keine Schwächlinge und Feiglinge sind, jede gute Leistung hebt von neuern unsere Selbstachtung und unser persönliches Selbstbewußtsein. Und doch, mit die- Üäfeftg r;i' ■ <i_ ■mEZL. Ejjer (Berlin). ser überzeugenden Wucht haben wir dieses Hochgefühl des Stolzes noch nicht empfunden. Unser altes Volk wird wieder jung und stark. Das war der Gedanke, der uns erfüllte, als wir 1500 auf dem Sportplatz „Hohe Warte" in Wien von etwa 13000 Zuschauern einmarschierten. Der tosende Jubel, der uns empfing und gar kein Ende nehmen wollte, zeugte genügend von dieser Stimmung. Und auch wir alten Kämpen, die wir in Schauturnen und Wettkämpfen eine gewisse Erfahrung haben, wurden ein Opfer dieser Stimmung. Manch guter Vorsatz einer strammen Haltung und guten Rieh-

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