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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-12-01 · 8 (Dezember 1913) · p. Seite 248

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
8 (Dezember 1913)
Date
1913-12-01
Page
Seite 248 (sequence 14)
Language
German
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248 No. 8 befanden, die bei unserem Kommen ein großes Geschrei machten, und dann, jetzt kommt erst die Wichtigkeit der Erzählung, schlugen die Truthühner ein Rad. So etwas ist doch für uns Städter eine Art Wunder, wie vielleicht ein „Bäuerle“ die „scheenen“ Schaufenster mit Staunen betrachtet. — Anni nannte den Weg einen wunderschönen „Wald“ (verschiedene Ansichten!). Indessen verging die Wartezeit, und wir brachen auf. Wir waren nicht lange gewandert, da hörten wir plötzlich ein Surren in der Luft, und wir erblickten einen Flugapparat. Das erste Erlebnis. Unterwegs pflückten wir Blumen und Hagebutten, wobei sich Frl. Hirschberg sehr die Finger zerkratzte. Dann sangen wir Lieder, und wir wanderten so weiter fröhlich fort. Kurz vor Althofnass machten wir eine kurze Rast, wo wir unsere Schnitten mit großem Appetit aßen. Dann gingen wir weiter durch das Dorf. Da kamen wir an einem Hause vorbei, welches ein altes Kaiserbild schmückte. Frl. Blumenthal hielt das Bild für Kaiser Franz Joseph. Wir gingen fragen, wen das Bild darstellte. Ein alter Mann kam aus dem baufälligen Hause und antwortete: „Das ist unser alter Wilhelm. Der Lehrer hat es weggeworfen, da hat’s mein Junge mitgebracht.“ Auf unsere Fragen, ob er ein Böhme sei, sagte er, er sei ein echter Althofnasser, und er wollte uns vielleicht seine ganze Lebensgeschichte erzählen, doch das hätte uns doch bissei zu lange gedauert, wir gingen weiter. Wir wollten nun geradewegs nach Pirscham gehen, doch plötzlich kam ein Förster und schrie uns an, ja nicht hier zu gehen, es würde uns 30 M. Strafe kosten! Das war doch zu kostspielig und wir mußten über Obbwitz wandern. Nun waren wir schon ziemlich müde, aJs wir nach Pirscham gingen. Hier auf dem Wege verlor Frl. Hirschberg ihren Hut, meine Schwester, die hinter ihr ging, hob in auf. versteckte ihn. Nach einiger Zeit fragte Grete Frl. Hirschberg nach dem Hute. Sie erschrak sehr und jetzt wurde unter Lachen der Hut gezeigt; der Schreck war vorbei, und wir waren, nachdem wir etwas schneller gegangen waren, in Morgenau angekommen. Dort ließ sich Anni zur Stärkung ein Glas Milch geben, und die Bahn fuhr uns daher vor der Nase weg. Die zweite kam aber bald, und wir fuhren nun nach Hause. Während des Fahrens rechnete Frl. Blumenthal aus, daß wir 2 Meilen gelaufen waren, nicht zu wenig! Es hat uns allen sehr gut gefallen, wenn mehr Mädels gewesen wären, wäre es vielleicht noch schöner gewesen! E. Rosenthal. Spenden-flusweis. Georg Arndt-Stiftung. Alle Spenden etc. sind nur zu «dressieren an Dr. Zirker, Berlin, Dirksenstr. 23. Der Jüdische Ruderklub »Jvria«-Berlin gratuliert zur Verlobung Hecker-Burin aufs herzlichste .;.....M. 10,— Dr. Tuch-Hamburg do. do. .» Rosa Weinberg-Berlin dankt für die Glückwünsche zu ihrer Verlobung » zusammen M- 2f|-" Palästina-Wanderkasse des Jüdischen Frauenbunds für Turnen und Sport, Berlin. Dr. Sally Hirsch 0,75 M., ln der Konditorei am 6. 10. gesammelt з, 30 M., Grete Ascher: statt Anteil an der Taxe der Autofahrt mit C. Kai?®r и. S. Moses 1,30 M., Gesammelt bei der Wohnungseinweihung 6,75 M.,

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