Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 3 (April 1913)
- Date
- 1913-04-01
- Page
- Seite 108 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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108 No. 3 schreiben, das der Vorstand unseres „Deutschen Kreises“ jüngst an seine Vereine gerichtet hat, wurde auf diese Schrift mit besonderem Nachdruck verwiesen und wir hatten die Genugtuung, daß eine ganze Reihe von Vereinen ihr Interesse an dieser Sache zum Ausdruck brachten, indem sie mehrere Exemplare des Heftes durch unsere Geschäftsstelle bezogen haben. F. A. „Olympisches Trainierbuch“ von Martin Bomschmann. Verlag Illustrierter Sport, Berlin-Schöneberg. Preis biegsam gebunden 3 Mark, broschiert 2.50 Mark. Dieses Buch bildet in vielfacher Hinsicht eine Ergänzung und Fortsetzung des Werkes „Olympischer Sport“*) vom gleichen Verfasser, auf das in einem früheren Jahrgang dieser Zeitschrift empfehlenswert hingewiesen wurde. Jenes Erstlingswerk darf auch heute noch als das beste und allein maßgebende Lehrbuch der Leichtathletik gelten und wird in unseren Vereinen überall dort unentbehrlich sein, wo man daran geht, den Laufsport in das Programm des Betriebes aufzunehmen. Das „Trainierbuch“ gibt spezielle Trainingsvorschriften und fußt in erster Linie auf den Beobachtungen und Erfahrungen, die die Olympischen Spiele des Jahres 1912 in Stockholm boten. Bemerkenswert ist, daß in diesem Buche zum ersten Mal die einzelnen Phasen einer jeden Uebung durch kinematographische Aufnahmen korrekt veranschaulicht wurden. F. A. Bereit sein ist alles. Das gilt nicht nur vom Kriege, sondern auch von dem friedlichen Wettbewerbe bei dem großen deutschen Turnfeste in Leipzig. Nur solche Turnwarte und Vorturner werden bei dieser gewaltigen Musterung Ehre einlegen können, die nach wohldurchdachtem Plane arbeiten, die auch einmal ein gutes Turnbuch daheim in die Hand nehmen, um zu sehen, wie es andere Turnwarte angefangen haben. Solch ein Studium wirkt immer befruchtend und anregend auf die eigene Tätigkeit ein, bringt auf neue Gedanken und erzeugt neue Lust zur Weiterarbeit an der Turnsache. Freilich sind die meisten Bücher recht teuer, und unsere Vorturner und Turnwarte haben ja einen großen Vorrat an Kraft und Oesundheit, aber meist nur einen geringen Vorrat von Schätzen dieser Welt. Nun, auch dafür wird Rat, und heute brauchen wir nur auf die Sonderbeilage unserer Zeitung hinzuweisen, worin der bekannte Verlag von Max Hesse in Leipzig seine deutschen Volksturnbücher in empfehlende Erinnerung bringt. Der allbekannte Herausgeber, Dr. R. Gasch, hat sich wahrlich nicht die schlechtesten Männer der deutschen Turnerschaft zu Mitarbeitern erkoren: den Turnvater Erbes, der das blühende leipziger Frauentunen vor 25 Jahren begründete, zwei Festturnwarte, einen Kreisspielwart, bewährte Turnlehrer, Turnwarte und Vorturner. Einzelheiten bringt die Beilage; hier sei nur erwähnt, daß auch Uebungen, die jetzt neben dem Geräteturnen im Vordergründe stehen, volkstümliche Uebungen, Kampfspiele, Wassersprünge und Gesundheitsfreiübungen für alte Herren nach rechter Turnart in der reichhaltigen Sammlung vertreten sind. Redaktionelles. Der Gesamtauflage dieser Nummer liegt eine Empfehiungskarte der bekannten Fabrik dir Turnspielgeräte von Dolffs u. Helle in Braunschwelg bei, die wir der besonderen Beachtung unserer Freunde empfehlen. Einige Berichte und Ausweise mußten aus Raummangel zurückgestefl* werden. *) Verlag Kraft und Schönheit, Berlin S. 59. Preis broschiert 2 Mark» gebunden 3 Mark.