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Jüdische Turnzeitung · 1912-09-01 · 9/10 (9.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
13 (1912)
Issue
9/10 (9.1912)
Date
1912-09-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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No. 9-10 201 Nun aber kam ihnen schon in der zweiten Kunde ein schwerer Gegner entgegen, der Oedenburger Attiietiksportklub. der eine erste Stelle unter den ungarischen Provinzklubs einnimmt. Auch dieses Spiel konnten sie nach heißem Ringen mit 2 :0-gewinnen. ~ In der dritten Runde kam unsere Hakoah auf einen schwächeren Gegner, den Fußballklub Transvaal, den sie, mit viel Ersatz antretend, mit 1:0 besiegen konnte. In der vorletzten Runde trat ihnen der Veranstalter des Turniers, der Favoritener Athletiksportklub, einer der tüchtigsten Fußballklubs, entgegen, inid dieses Match konnten unsere jüdischen Sportsleute sicher mit 3 :0 iiir sich entscheiden. Damit war der zweite Preis errungen. Nun hieß es. um den ersten Preis mit Donaustadt, einem jetzt bereits erstklassigen Klub, kämpfen. In diesem Match konnte Donaustadt nach heißer Gegenwehr unserer Hakoahner mit 4 :1 siegreich bleiben. So konnte sich unsere Hakoah in den Besitz eines schönen Silberpokals als Lohn für ihre Arbeit und ihr fleißiges Training setzen. In all diesen Spielen trat vor allem das bereits in Wien und benachbarten Städten Ungarns bekannte Verteidigungstrio Halpern. Sträußler und Rosenthal hervor, deren erstklassiges Können das vollste Lob verdient. Die Halfreihe Burian. Glasel und Dukes war eine fast undurchdringliche Mauer und ihre Balltechnik und Hartnäckigkeit erregte Staunen. Von den Stürmern verdient besonderes Lob .Teno (taust, der gefflrchtete Zenterstfirmer der Hakoah. der m k^?"1 Match von speziell dazu bestimmten 3—4 Spielern gedeckt wird. Neben ihm tat sich besonders Schönfeld als Kombinationsspieler hervor. So wird nun unsere brave und tüchtige Hakoah wohlgewappnct nml tut trainiert in die Meisterschaftsspiele des neuen Jahres treten, und wir Rollen hoffen, daß es ihr nicht nur gelingt, ihren Platz als zweite in ihrer Klasse zu behalten, sondern den ersten Platz zu erringen, damit sie dann nächstes Jahr in die Vorstufe der erstklassigen Meisterklubs aufsteigen kann. Leichtathletik: Diese junge Sektion der Hakoah hat bereits v>el Tüchtiges vollbracht. Sie konnte in einem leichtathletisclien Meeting, "as um einen Preis des Leichtathletikverbandes ging und stark bestritten \\urde, den vierten Platz ohne viel Training besetzen. Besonderes Loh verdient hier Hirschler, der in seinen Strecken über 400—1000 m bald unloerwindlich sein wird und der bei einen» lokalen Meeting den Vertreter :'"terreichs beim Langstreckenlauf in Stockholm auf einer Strecke von . 'l00 111 Kut schlagen konnte, aber dann durch Parteilichkeit der Meetingsleitung disqualifiziert wurde. Rr wird sicherlich einer jener sein, der durch emsiges Training den jüdischen Sport zu hohem Ansehen bringen wird. Ks eiett aber auch hier Säbel, der im Hochsprung schon manchen schinen reis nach Hause trug, und Lederer, der mehrere Male im Weitsprung sehr K"t abschnitt, lobend erwähnt. M s cn %v' "i rn e n: Diese jüngste Sektion der Hakoah startete das erste '«al beim ersten Schwimmen: „Quer durch Wien". Da das Wetter sehr ungünstig und kalt war, hatten sich nur wenige von den gemeldeten Schwimnem dem Starter gestellt. Darunter waren aber alle gemeldeten Hakoahner. hiirt sportlicnen Disziplin und Opferfreudigkeit unserer braven Sportsruder wohl das allerbeste Zeugnis gibt. Es gelang auch dem Hakoahner .| p| ®r*bs, gleich hinter bekannten und internationalen Kämpen den 1 ' * }7' z" besetzeneine Leistung, die noch durch die schlechte Witterung »na die Temperatur, die 9° R. betrug, erhöht wird. An ^i" vverde" wir nicht allziilauger Zeit auf allen Gebieten des Sportes ansehnliches leisten und sicherlich keinen geringen Auteil an der Regeneration des jüdischen Volkes beitragen. Kbg.

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