Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 4 (1903)
- Issue
- 9 (9.1903)
- Date
- 1903-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Xo. 9 177 Die den Turnern in Basel aberreichte Denkmünze. umfänglichen Vereinsapparat für einen von Natur so kleinen Kreis turnerisch und national Anzuregender in Bewegung zu setzen. Dieses Bedenken war nicht berechtigt. Schliesslich sind wir es doch, die unserer ganzen Gemeinde die erste Kenntnis vom jüdischen Regenerationswollen verschafft haben, und dann gehen aus unserer Mitte durch den fortwahrenden Personalwechsel immer neue Werbeapostel aus, die der jüdischen Turnsache und der jungjüdischen Sache überhaupt immer neue Plätze erschliessen. Unser lieber Freund Benzian, der nach Amerika geht, wird sich dort eifrig an zionistischer Organisationsarbeit beteiligen. Braunsberg, gleich ihm Mitbegründer, der bisherige unermüdliche Schriftführer, hat die feste Absicht, in Elbing, seinem neuen Aufenthaltsort, einen jüdischen Turnverein zu gründen. Levy, eins unserer neuesten, aber eifrigsten und zielbewusstesten Mitglieder, der in Stettin die Baugewerkschule bezieht, verlässt uns mit derselben Absicht für Stettin. Und alle drei sind im besten Sinne unsere Schüler. Alle drei hatten kaum eine Kenntnis von der Bewegung oder waren ihr wohl gar feindlich gesinnt und in allen drei ist jetzt übermächtig der jüdische Lebenswille angefacht. Dem in dieser Stunde wohl schon vorhandenen Bundesvorstand seien die geplanten Neugründungen warm empfohlen. Besonders Stettin erscheint mir als sehr aussichtsreicher Boden. Für unseren Verein bedeutet der Verlust gerade dieser drei Turnbrüder ausserordentlich viel, da sie die anderen immer angespornt haben. In der Tat ist auch ein kleiner Stillstand im Besuch des Turnens mit Bedauern zu konstatieren. Wir erreichen knapp die Zahl von 15 Turnern, während wir schon 20 Turner zählen konnten. Aber wir hoffen bestimmt, dass unser unermüdlich tötiger Vorsitzender den Verein über diese Stagnation hinausführen wird. Der Turnbetrieb an und für sich, von einem Stamme regelmässiger und eifriger Turner ausgeübt, verbessert sich dagegen immer mehr. Die Fortschritte im Turnen sind in die Augen fallend. Jetzt haben wir auch regelmässiges Spielen am Sonntag eingegerichtet, wir werden also langsam doch noch ein Turnverein, was mir bis vor kurzem selbst noch unmöglich schien. Dabei übersehen wir auch die nationaljüdische Ausbildung unserer Mitglieder nicht. Unsere jüdischen