Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 4 (1903)
- Issue
- 8 (8.1903)
- Date
- 1903-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Festgj der Jüdischen Turn-Zcitnng. --,——4--- Zum 25. Angust. Von Basel ging die frohe Botschaft aus, dass das stolze Werk unserer Regeneration auf einer körperlichen Gesundung basieren müsse. Und kaum sind fünf Jahre ins Land gegangen, da. haben wir eine grosse, lebensfreudige und flotte jüdische Turnerschaft, der das Turnen nicht Selbstzweck, sondern eine Ausbildung von durchgreifender nationaler Bedeutung ist. Eine Musterriege, die sich aus den Mitgliedern der verschiedensten Verbände zusammensetzt, wird auf diesem Kongress in ihrer Sprache! — zu den Vertretern'des jüdischen Volkes sprechen. Es ist keine Schaustellung, in der sich die Gewandtheit produzieren soll. Es soll ein geturnter Rechenschaftsbericht sein und eindringliche Mahnung und Belehrung. Denn nicht nur den Körper stählt und schmiedet das Turnen und macht ihn schmiegsam. Es ist die hohe Schule des Mutes, die das Selbstvertrauen aufzieht und zu Entschlossenheit und Ruhe, zu Klarheit in trüber Zeit emporadelt. Er schafft Männer, die aufrecht und gerade stehen im Kampf gegen die Not, die aufrecht und gerade denken in der Wirrnis des Lebens. Und die Einheit lehrt das Turnen, der Wille des einzelnen muss sich beugen, um in gesteigerter Wucht als Wille der, Gesamtheit emporzuschnellen. Die Ecken und Kanten der Individualität werden geschliffen im und zum Gefüge des Ganzen und der Baustein, den die Meister verwarfen, er kann noch zum Eckstein werden. Das Turnen macht den Stammesbruder zum Genossen, den Sinn der Ordnung lehrt es; die Höherstellung des Einzelnen im Gefüge des Ganzen, die Höherstellung des Ganzen