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Jüdische Turnzeitung · 1903-06-01 · 6 (6.1903) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
4 (1903)
Issue
6 (6.1903)
Date
1903-06-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Sudifche Curnzettung, ITloiiaisidiriif für die körperliche Bebung der Süden ßerausgegeben vom Südlichen Curnuerein „Bar Kodiba"*Berlin. Redaktion: Georg Arndt, Hrzt in Berlin, Dr. Ernst Euch, Berlin-Gharlottenburg, max Zirker, Berlin. IV "3„(„.„ n„ £ Redaktion und Expedition: _ , 1Qft_ IV. 3anrg. no. 6. Berlin> Sr Bamburfler(tr. 13/u. _3uni 1903. Nachdruck der nachfolgenden Originalaufsätze ist nur mit Qtnauer Quellenangabe gestattet. Jüdische Turnvereine in Bulgarien.*) Von Georg Arndt. Dass in Philippopel bereits seit Jahren ein jüdischer Turnverein besteht, wird den Lesern der älteren Jahrgänge dieser Zeitschrift bekannt sein. Neu aber ist für uns die erfreuliche Nachricht, dass Bulgarien nicht weniger als sechs Brudervereine zählt, deren Mitgliederzahl nicht viel unter vierhundert betragen dürfte! Der Wert dieser Tatsache ist umso grosser, als auf den bulgarischen Schulen der Turnunterricht nur mangelhaft gepflegt wird. Zwar giebt es auch in Bulgarien „paritätische" Turnvereine, in denen von Antisemitismus wenig zu spüren ist, doch haben sie von jüdischer Seite nur wenig Zuspruch, die brennenden nationalen und socialen Unterschiede sind hier gar zu gross, auch kommt hinzu, dass in den bulgarischen Turnvereinen die praktische Politik und die Teilnahme an der grossen macedonischen Bewegung die Triebfeder bildet. In die Balkanwirren handelnd einzugreifen, haben aber die dortigen Juden kaum irgend welche persönliche Vorliebe. Als Beitrag zu der Tatsache, dass gerade die jüdische Turnbewegung berufen ist, die mannigfachen Gegensätze in unserer Mitte zu überbrücken, verdient das Verhältnis der dort sehr zahlreich ansässigen spanischen (Sephardim) zu den übrigen, „deutschen" Juden (Aschkenasim) Erwähnung. Früher ab- *) Das Material zu den nachfolgenden Ausführungen entstammt einer zum Zweck der Information mit den bezgl- Vereinen unter Vermittelung von Frl. slud. V. Radbili, Berlin, und Herrn A. Radbiii, Sofia, Mitglied des dortigen „Samson", gepflogenen Korrespondenz. Wir sprechen den beiden Genannten auch an dieser Stelle unseren Dank für ihre Mühewaltung aus. 6

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